Band 
Siebenter Theil.
Seite
304
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Z04 Turnier,

scheu und französischen Edelleute, welche die Brautnach Konstantinopel begleiteten, stellten dieses Tur-nier an.

Von den Turnieren in Teutschland.

Aus der Liebe, welche die Teutschen von denältesten Zeiten her für den Krieg und Streit hatten,vermuthet man mit Grund, daß die Teutschen frü--,her, als jede andere Nation, kriegerische Uibungenunter sich hatten, um sich dadurch zum Kampf undzur Fehde vorzubereiten, und dazu dienten die Tur-niere. Daher schreibt auch selbst ein Franzose,Mencstrier, den Teutschen die Erfindung der Tur-niere zu i). Die Ehre der Erfindung der Turnierein Teutschland gehört dem Ritterstand, der sich en-ger verband, sich es zum Gesetz machte, rechtschaf-fen zu handeln und den unschuldig Unterdrücktenbeyzustehen. Um ein Ritter zu werden, mußte derjunge Edle erst sieben Jahre in der väterlichen Burgunter der Aufsicht des Frauenzimmers, dann siebenJahre Edelknabe, Bube, oder wie man die Edel-knaben aus dem hohen Adel im i^tcn und i^terrJahrhundert nannte, Junkher oder Junker, undendlich sieben Jahre Knappe oder Waffenträger ei-nes Fürsten oder berühmten Ritters gewesen seyn.Hatte er sich in dieser Zeit durch Treue, Rechtschaf-fenheit und Tapferkeit ausgezeichnet: so wurde erfür würdig gehalten bey vorkommender Gelegenheit,unter den gewöhnlichen Feyerlichkeiten, die Ritter-würde zu erlangen, wobey er angeloben mußte, sei»Schwert zum Schutz und Dienst der Religion undihrer Diener, seiner Mitbrüder und vorzüglich der

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