Band 
Siebenter Theil.
Seite
315
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Turnier. ZiL

Im Jahre iLoz hielt Ludwig XU. zu Lion einRitterspicl mit dem Rohrwerfen bd). Im JahreiLii, desgleichen - L77 wurde noch bey der Fürstl.Würtembergischen Hochzeit gcrennet und gestochen,aber nicht tnrnieret, man hatte keine Turniervoigtedabey, auch wurden die Helme nicht öffentlich zurSchau getragen. Herzog Wilhelm in Bayern gab1 z68 ein Kübelstechen ü). In Italien wurde noch1643 ein Turnier zu Moden« gehalten, wo der kai-serliche General Monteeuculli feinen bestreu Freund,den Grafen Manzani, mit der Lanze tödtcte Ick).Zu Dresden wurden i. I. 1719 noch Ritterfpiele ge-halten ll), und im Jahre 179Z hielten der HerzogGeorg von Meiningen, und der Fürst Ludwig Frie-drich von Schwarzburg Rudolstadt, zu Rudolstadt,bey Gelegenheit des dasigen Vogelschießens, ein Tur-nier unter sich, welches den Beyfall der Zuschauererhielt.

Beschaffenheit und Ende der Turniere in

Frankreich.

In Frankreich sahe man die Damen als dieSeele und Zierde der Turniere an, und stc pflegtenauch den Muth der Erretter dadurch zu erhöhen,daß stc ihnen vor dem Kampfe etwa einen Gürtel,einen Schleyer, ein Stück von ihrem Kopfputz, einArmband, eine Schleife, Schnalle, auch wohl einemit eigner Hand gewirkte Arbeit schenkten, womitder Ritter die Spitze seines Helms, seiner Lanze,seinen Schild, sein Waffenkleid auszierte. Fügtestchs, daß der Ritter einige von den Damen erhal-tene Pfänder verlor, und daß solche dem Sieger