Waid. Wald-Cochenille. 4 ,;
DieStadt Görlitz hatte schon im raten Jahrhun-dert die Stapelgerechtigkeit auf den aus Thüringenkommenden Waid c) und Zittau erhielt eben diese Ge-rechtigkeit im k-ten Jahrhundert. In der Mitte des-tuen Jahrhunderts brachten die Holländer den Indizaus Ostindien, der jedoch vornemlich erst im Anfangedes > 7ten Jahrhunderts allgemein bekannt wurde, unddurch dieses neue Produkt ward der Waid verdrängt,theils weil der Indiz anfänglich wohlfeiler war, undangenehmere Farbe gab, theils weil der Waid durchNachlässigkeit und Betrug an Güte abnahm.
In Wien hat jemand die Zubereitung eincrFarbeaus Waid erfunden, die alle Vortheile der Indigo,färbe haben, und um 5/6 wohlfeiler seyn soll ä).
Evbeuiertden für bieNaiurkunde, Oekonvinie l>e.von Schedel. >595. 2tesOnareal. b- BeckmannsAn-ken. ttir Technologie. 1787- S- 6 -olIeri
Unslvet» Vskoruw 2 litlsviei>I. IV. Th. 4tes Kap. S-,6«. c>^- Allgem. §ik. Zeitung 1784. Nr. IL4-
Waiz s. Electrisirmafchine, Elektrometer.Walzen s. Buchweizen, Weizen.Wald-Cochenille. Zu St. Nicolas entdeckteHerr Thiecy , Parlamentsadvokat zu Paris und Bota-nikus i. I. 1777 allererst, daß es auf St. Oomingoauch eine Art Cochenille gab, die man Wald-Cochenillenennt Es giebt zwey Arten derselben, nemlich die fei-ne (la .Vlellczue on kiue) und die Wald-Cochenille;die erste, die man in Mexico findet, hat vor derzweyte» den Vorzug, doch findet man sie nie in Wäl-dern oder auf den Gefilden, sondern blos in den Gär.ke» und Wohnungen ter Indianer, welche sie sam-