Band 
Achter Theil.
Seite
44
JPEG-Download
 

44 Wald-Cochenikle. Waldenburgi^che Gefäße,meln. Die Wald.Cochenille wird zwar auch in Mexicogefunden, aber einheimisch ist sie auf St. Domingo.Ihre Nahrung giebt ihr derNopal, eine ArtOpun.tia. Man hat zwey Arten des Nopal, den gewöhn-lichen und den Casttlianischen. Die Cochenille lebtzwar auch auf andern Arten der Opuntia, aber diesehat den Vortheil, daß sie selbige in Menge nähretund das Sammeln erleichtert. Herr Thiery hat dieseArte» der Opuntia mit nach St. Domingo gebracht,wo sie sich fortpflanzten ; er bat aucy die feine Coche-nille daselbst gezogen, und die Wald-Cochenille zu ver-bessern gesucht, aber der Tod unterbrach seine Bemü,hungen und mit ihm gieng auch die seine Cochenille fürSt. Domingo wieder verloren. Eine Anleitung zurVervollkommnung und Vervielfältigung der Wald-Cochenille, wie auch zur Cultur des Nopals gab HerrThiery in folgender Schrift:

Iraits cls la culiurs clu Nopal L üe i's-sccatäon cle la Lockren.i!e clao8 lezLo-Ionie5 cle l'^rneei^ue.

Waldenburgische Gefäße, sind eine ArtTöpfergeschirre, die in der Altstadt Waldenburg über derMulda seit iz 88 von den daselbst wohnenden Töpfernverfertiget werden, und womit ein großer Handel gctrir.ben wird. Diese Gefäße werden aus einem schönen, wei-ßen und zarten Thon verfertiget, der in dem DorfeFrensdorf, eine Meile von Altenburg, gegraben wird.Man brennt solchen durch Hülfe des gemeinen Salzesso hart, daß man auch mit den Scherben auf einemStahl Feuer schlagen kann. Gewöhnlich ist dieses