Band 
Achter Theil.
Seite
46
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46 Wallfischfang.

Wallfischfang ist ein wichtiges Gewerbe zurSee, das besonders bey Grönland, bey den Spitzber-gen und der Straße David von den Holländern, Ham-burgern und andern Seemächten getrieben wird. Manfährt gemeiniglich im März oder April auf diesen Hangaus , bey welchen folgende Anstalten gemacht werden:so bald die Wachten einen Mallfisch ansichtig werden ,rufen sie Fall, woraus sich jeder Matrose aus demHauptschiff in seine Schaluppe wirft; in dieser stehtder Steuermann hinten, der Harpunirer vorn, umdie Harpune nach den Wallfisch zu werfen, der Lei»,schießer, der die Leine, woran die Harpune gebundenist, nachschießen läßt, stehet bey den keinen, welchevorräkhig und wohl ausgezogen fertig liegen; die übri-gen Matrosen sitzen in der Schaluppe an Rudern.Nun sucht man den Wallfisch zu überfallen, wenn eraus seinen Luftlöchern Wasser wirft, oder wenn die andas Eis schlagenden Wellen brausen. Wenn man ihmnahe genug gekommen ist, wirft der Harpunirer dasHarpun auf ihn ab. Dieses Harpun ist ein aus Ei-sen geschmiedeterZ bis 6 Fuß langer dreycckigter Wurf-spieß, der wie ein Pfeil zugespitzt und scharfschncidendist hinten hat das Harpun einen eisernen Ring, wor.an der Vorläufer d. i. eine aus dem besten Hanf verfer-tigte Leine befestiget ist, an welche die größere Leineangeknüpft wird. Ist der Wallfisch mit dem Harpungetroffen worden , so schießt er entweder vorwärts oderauch ins Wasser unter das Eis. Der Lein chießcrmuß nun die Leine schnell nachschießen lassen und derEreurer führt die Schaluppe so, daß der Ablauf derLeine nicht auf die Seite abweicht. Damit Leine und