Wasser.. 71
und Herr Trrostwik zeigten, daß das Wasser, welche-Cavendish und Lavoisier hervorzubringen glaubten,wenn sie dcvhlogistisirte und inflammable Luft mit ein»ander langsam verbrannten, nichts als eine Säuresey, die sich wieder krystalltsire, und von einerley Artmit der depblogistisirten Luft sey die man zu dieserUntersuchung gewählt habe r). Macquer bemerkte zu»erst die Entstehung des Wassers beym Abbrennender Knallluft ss).
Zerlegung des Wassers in Luft.
Daß sich das Wasser in Luft verwandeln lasse,glaubten schon die Alten durch die Phänomene derAeolipile zu erweisen. Indessen ist doch Priestley dererste, dem man hierin mehrere Gewißheit zu verdau»ken hat, indem er zeigte, wie man Wasser in eine Luft»artig bleibende elastische Mäßigkeit, in der ein Holzbrennt, und diese wieder in atmosphärisch« Luft ver-wandeln könne bb). Er verband nemlich im Jahr178 l reines Wasser in irdene Retorten mit lebendi-gem Kalk, und setzte dieses einer starken Hitze aus, wo»durch; das Wasser in permanente Luft verwandeltwurde, die zum Theil fixe war, und in der kaum einLicht brannte cc). Watt, der an diesen Versuchenvielen Antheil hatte schloß daraus, das Wasser seyaus dephlogistisirter und brennbarer Luft zusammenge»setzt, die man ihrer latenten Wärme beraubt habe,und die dephlogtstiflrte Luft selbst sey nichts anders,als ein seines Phlogtstons beraubtes und mit Clemen»tarfeuer und Licht verbundenes Wasser, ein dephlo»zistisirtcS Wasser in Luftgestalt. Im Junius »78^