Band 
Achter Theil.
Seite
92
JPEG-Download
 

> 92 Wasserorgel.-

in stiner Orgrlhistsrie klagt; wenn man dieselbe mitderjenigen Beschreibung vergleicht, die Porphvrius inseinem kobgedichte auf Constaiitin den Großen von denWasserorgeln giebt, so bestand die Wafferorgel auseinem länglich viereckigen Fußgestelle von Holz, aufwelchem ein kupferner Kasten ruhete. Dieser Kastenwar mit einer metallenen und durchlöcherten Platteversehen, in welche die Pfeifen eingesetzt wurden. Dader Kasten die Stelle des Blasebalgs vertreten mußte,so waren zum Wtndfange drey kupferne Gefäße darinnangebracht, ein größeres in der Mitte und zwey klei-nere auf beyden Seiten, die aber vberwärts durchgekrümmte kupferne Röhren mit einander verbundenwurden. Die beyden kleineren Gefäße waren eine Artvon Luftpumpen. Auf beyden waren kupferne Figu-ren von Meerschweinen angebracht, die auf zwey dün-nen metallenen Stäben rührten. Diese Stifte gren-zen durch den Deckel in das cylindrische Gefäß, undgriffen in ein inwendiges kegelförmiges Gewicht ein,durch dessen Aufheben und Niederlassen Luft gemachtwurde. Mit diesen Gewichten erhob sich zugleich dasoben aufliegende Meerschwein oder senkte sich niederund sie wurden durch einen unter dem Kasten ange-brachten Hebel regiert. Die in diesen beyden Seiten»gefäßen zusammengepreßte Luft wurde nun, vermittelstder krummen Röhren , in das mittlere größere Gefäß ,welches ein Wasserbehältniß war, geschafft. In dem-selben war eine runde, aber nicht ganz platte, sondernauf der einen Seite hohle Scheibe, welche zwar anden Seiten des Gefäßes dicht anlag, aber do ch auf undniedergedrückt werden konnte, ohne Wasser durch;»-