Band 
Achter Theil.
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Wafferorgel. §z

lassen. In der Mitte des Gefäßes, über der rundenScheibe war eine Windröhrc, welche an die oberemetallene Platte anstieß. Wenn nun die kuft aus denkleineren Gefäßen durch die krummen Röhren in dasgrößere Gefäß geleitet wurde, so erhob sich die Scheibe,die aber bald durch den Druck des über ihr stehendenWassers wieder herunter gesenkt wurde. Durch die.sen Druck der Luft und den Gegendruck des Wasserswurde die mittlere Windröhre mit tust angefüllt,welche mit Heftigkeit in den Windfang eindrang, undsich in die Pfeifen vertheilte, welche alsdann nach ihrerverschiedenen Größe einen verschieden Ton angaben.An den Seiten der Pfeifen waren die Register, umdie Mündungen der Pfeife» zu öffnen oder zu verlies-sen , und diese Register wurden durch eine Claviatucregiert.

Die Nachricht, welche Heron von dem Bau derWafferorgel giebt, ist zwar nicht viel deutlicher, alsVitruvs Beschreibung, aber sie ist doch in dem Punkt,der den Gebrauch des Wassers betrifft, viel unterrich-tender.

Zur Zeit des Nero, der vom Jahr 54 bis 68nach Christi Geburt regierte, hatte man schon neueErfindungen bey den Wasscrorgeln, bis fetzt kannaber noch nicht bestimmt werden, worinn sie be-standen. Sucton sagt nemlich im Leben des NeroAi: „reli^uam clici pariern zier or^ans k^ckrau.1lo-t oovi et igooli geoeris circumciuxit".

Man hat eine Beschreibung einer Wasserorgel vomKaiser Julian, der von zh. bis Z6z n. C. G. regierte,