Wasseruhr. roz
Im Jahr 505 nach Roms Erbauung oder rz7Jahr vor C- G führte der Censor P. Cornelius Sei»pio Nasica, ci» College des Länas, zuerst den Erdrauchder Wasseruhr in Rom ein, er befestigte ste unter demDache, und machte durch ihre Hülfe die Tag. undNachtstunden einander gleich c). Man weiß nicht, obdiese Wasseruhr mit der 6 levh.<ira, einer giechischcnErfindung, die man im dritten Consulat des Pompe.s »6 in den römischen Gerichten brauchte, um den recht,liehen Zänkereyen gewisse Schranken zu setzen, und auchdes Nachts die Zeit zur Ablösung der Wachen zu bestim-men, einerley gewesen sey cl). Martinelli behauptet,die Wasseruhren der Römer wären bloß ein kleinesGefäß gewesen, welches auf dem Wasser schwammund mit einer Ruthe versehen war, die, nachdem dasWasser aus einem andern Besäße herabträpsclt, em-porstieg und die Stunden auf einem gegenüber befind»lichen Maaße anzeigte e). So oft man sich ihrerbedienen wollte, mußte man das Wasser aus de«untern Gefäße in das obere schütten e)„ Sie warenalso ganz verschieden von der Wasseruhr des Ctefibtus.Im Jahr 490 n. C. G. schickte Theodortch, Königder Ostgothen in Italien, dem König Gundebald vonBurgund eine Wasseruhr, die alle Bewegungen desHimmels anzeigte, zum Geschenk; der Erfinder der»selben war Caffiodorus. Die Uhr deS Boethlus imtzten Jahrhundert, wie auch die Uorolo^is nactur-»3 werden ebenfalls für Wasseruhren gehalten. DieGesandten des persischen Königs Aaron überreichtenim Jahr 809 n. C. G. Karl dem Großen eine eherneWasseruhr zum Geschenk.