Wasserwage. r»5
H.riin.VII. e.zS. 6 >Vexet.«ls rs mU't. I-ib. IH.c. s. e)Iuvenel»e Carlencas Gesch- der schönen Wis-sensch. nnd freyen Künste, übers. von I. E- Kappe.,7LL. r. Th. ZI. Kap. S. 4 - 3 - 424. k- ilsc^us»
LLoörs Irsil^.Aöneisi äe» dorologes. k-rir. l7Z4»g)RkMsiguei el experience» ^>I>)-6gue- tur I»kructiv» 6e I, LIeph-cjre. karis. 3 or»bert. 169z. i>^Iuvenel de Carlencat Gesch. a- a. 2 . i- Lichke»berg<Magazin. !V. B. >-Sr. S. >87.1786.
Wasserwage ist ein Instrument, wodurch ma«eine Horizontavinie von einem Orte bis zu dem ander»absehen oder verlängern kann, um dadurch zu erfahren ,wie viel der Ort, wo man das Wasser Hinleiren soll,tiefer liegt, als der andere, wo man es herleiten will.Ein solches Instrument mußte den Egypriern schon inden ältesten Zeiten bekannt seyn, denn da die Frucht-barkeit Egypicns vom Ueverkrercn des Nils abhängt,dieser Fluß aber sich nicht weit genug ausbreitete, somußten sie denselben in die entlegenen Felder zu leitensuchen, welches ohne Ausmessung des abhängendenErdreichs mit der Wasserwage nicht geschehen konnte.Die Beschaffenheit ihres Landes und die Beförderungder Fruchtbarkeit desselben nöthigte sie also auf dasWafferwägen zu denken. Man erzählt, daß schonMenes den Nil einen andern Weg leitete, und vonOsiris, der wahrscheinlich mit dem Menes eine Per-son ist, sagt man, daß er zu beyden Seiten des Nilsstarke Dämme anlegen und Schleusten bauen ließ, umdie Felder zu wässern a); um eben diese Zeit legte mauaus gleicher Absicht den See Moeris an b). Gerau-me Zeit nachher, etwa >659 Jahre vor Christi Geburt,ließ Sesostris das Nilwasser, vermittelst vieler Gräben,