Band 
Achter Theil.
Seite
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n6 Weberstuhl.

werden, als eben so viele Webergesellen in einem

Tage zu arbeiten nicht im Stande sind.

Anzeigkr. i7S>- Drittes Ouartas. Nr. >L-

Weberstuhl ist eins der ältesten und nützlichstenWerkzeuge, besten Erfinder nicht bekannt ist; Pliniussagt zwar daß die Egyptier die gewebten Zeuge er.fanden, doch nennt er den Erfinder des Wcberstuhlsnicht. Sonst webte man stehend, und der Zettel warsenkrecht gespannt b), die Egyptier änderten dieses zu-erst ab, und führten die Gewohnheit ein , die Faden ho-rizontal zu spannen, und auf dem Stuhle sitzend zu we«den c). Von den Egyptiern kam diese Erfindung zuden Griechen und von diesen zu den Römern. DieIndianer haben noch den Weberstuhl von egppkjscherEinfalt beybehalten und weben darauf, obgleich mitunerträglicher Langsamkeit, Zeuxe, die der Europäerbewundert. Die Griechen holten den Wcberstuhl ausEgypten , und seit der Zeit ist er viel künstlicher undbequemer eingerichtet worden. Zur Zeit des Homerswar der Weberstuhl in Griechenland bekannt, dennIn seinen Gedichten spricht Lelemach zu seiner Mut-ter; gehe nun heim, besorge deine Geschäfte, Spin-del und Weberstuhl ci); auch erzählter, baß in einerGrotte der Nymphen steinerne Weberstühle waren e).

Die mehreste» Verbesserungen Hot jedoch der We-berstuhl erst im vorigen und gegenwärtigen Jahrhun-dert erhalten. Der Weber Braun zu Nimwegen er-fand eine solche Einrichtung des Weberstuhls , daß erauf demselben i. I. 1676 einen Rock yhne Naht webenließ. Auch ließ ein Leinweber zu Hoppolkstkin auf