Weberstuhk. 117
fernem gemeinen Weberstuhle ein Hemde mit Aeriyeln,ohne Naht, aus dem Ganzen weben.
Der Engländer Joh. Ray gab um das Jahr 17z?eine Einrichtung des Weberstuhls an, wodurch einMann, ohne Verlust an Zeit, die breitesten Tücher we-den kann. Die Hauptsache bestand in dem Schützen ,den man, um ihn von dem gewöhnlichen zu unter-scheiden, Is uavette snAloils nannte. Inzwischenhat diese Einrichtung nicht so viel Vortheil verschafft,als man anfangs hoffte k).
Ein Modell eines Weberstuhls zu fa^onirken Zeu-gen , wobey der Weber keinen Menschen nöthig hat,der die Faden zieht, erfand Hohlfcld, geb. zu Hen»nerndorf jn Sachsen 1711. gest. 1771-
Der Spanier Michael Rodondo erfand 1777 ei-nen Weberstuhl für die breitesten Tücher g).
Herr Falcon in Frankreich hat einen Weberstuhl an-gegeben, den man den Weberstuhl L la kalconns nenntund dessen sich die Seidenmanufakturen in Frankreichbedienen. Herr Regnier gab einen Weberstnhl mit ei-ner Walze an, den man retjsr L c^linclre nennt, undfür den Herrn Regnier große Belohnungen erhielt.Die Seidenmanufakturen in Frankreich bedienen sichdesselben mit großem Vortheil. Jn England verfcr»tiget man seit einiger Zeit die Blaktstjfte zu den Stüh-len der Seidenwcber aus der Masse, woraus die Let.kern der Buchdrucker gegossen werden. Eine andereErfindung der Engländer ist diese, daß sie die Blatt-stäbe, zwischen denen die Riethe oder Stiele befestigetwerden, von Metall in Formen gteffen. Herr Paule?