Band 
Achter Theil.
Seite
138
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rz8 Weinverfälfchung.

Meerwaffer hinzu, dessen Salz das Bley besser auflö.sete. Stellen aus dem PliniuS, Columclla, Cato,Dioscorides und Ceisus beweisen dieses. Galen undVitruv kannten auch schon die Schädlichkeit des Bleysund Bleyweißes. Plinius erzählt, daß man in Afri-'ka den sauern Wein mit Gyps und Kalk abgekochthabe, welches er für tödklich hielt, woran man jedochzweifelt. Dioscorides und Artius kannten schon dieGlätte. Der Bleyzucker ist neuer, doch kannten ihnParacelsus und Angelas Sala schon. Herr Hofr.Deckmann vermuthet, daß man sich im r-tcn undazten Jahrhundert der Glätte zur Verfälschung desWeins bedient habe. Das älteste Verbot gegen dieWeinverfälschung erschien iza/ von Wilhelm GrafenIn Hennegau, Holland und Zeeland s). Im Jahr140Y wurde bereits ein Weinfälscher in Nürnberg be»straft b). In Deutschland wurde die Weinverfälschung1475 verboten. Im Jahr 1696 wird in dem französi-schen Verbot der Weinverfälschung durch Glätte aus-drücklich gedacht. Conrad Celtes, erster gekrönterDichter in Deutschland, giebt einen Mönch Martinaus Bayern als den Erfinder der Weinverfälschung an ,aber Zelter hält sie für eine französische Erfindung.In Lüttich soll man die Burgunderweine so nachma.chen, wie man die mineralischen Wasser nachmacht c).Dergl. Schwefeln der Weine.

Beckmanns Beytrage zur Geschichte der Erfindun-gen- t>-Kleine Chronik Nürnbergs. Aktors >790. S.-7- c) Kais- pribil. Hamburger Neue Zeitung. 1790.Nr- 177.

Weise (Christian) s. Rhetorik.