Band 
Achter Theil.
Seite
156
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Wettrennen.

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Wettrennen, war eine Uebung in den Gymnasiender Griechen und Römer, welche theils zu Fuße, theilszu Pferde, theils mit dem Wagen vorgenommen wur-de. Das Wettrennen mit dem Wagen wurde von denEinwohnern zu Elis erfunden s). Seit dem Anfange deslzten Jahrhunderts wurde zu Nördlingen ein Wett.rennen zu Pferde gehalten, das von dem Hauptgr-winnste dabey das Schorlachrennen genannt wurde;doch kann man dieses erst von dem Jahre 1422 an mitglaubwürdigen Urkunden belegen. In diesem ange»führten Jahre wollte Anselm von Z)berg (oder Ey-berg) , ein Schwäbischer Ritter, die Renner mit 70c»Mann aufheben, wurde aber abgetrieben, weil mandurch öftere Erfahrung belehrt, am Tage des Rennensdie Bahn und die Stadt'Mauern mit Leuten und Ge-schütz besetzt hielt. Dieses Scharlachrennen wurde alleJahre am Montage nach dem Frohnleichnams-Tage,auf einem großen Wiesenplatze, die Reichs- oder Kai-sers Wiese genannt, gehalten. Der Magistrat schicktean den benachbarten hohen und niedern Adel, und andie Städte Einladungs-Schreiben, und er fand sicheine große Anzahl Renner ein, worunter nicht'wenigeFürsten und Grafen waren. Schon 144Z war Marg-gras Albrecht von Brandenburg, und Hanns Graf vonOettingen bey dem Rennen. Alle ohne Unterschiedmußten sich der festgesetzten Scharlachordnung unter-werfen, von welcher man noch Exemplare von >46.;.1464 und IL24 in dem Nördlingische Archive findet.Hier war bestimmt, daß alle mannbare Leute, die oh-ne Wchr und Waffen wären und mit Sperren sich etn-fänden, zugelassen, und von dem Bürgermeister samt