Band 
Achter Theil.
Seite
175
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Windmühlen. 175

Berlin- I?9». In den Comment, ketroxol. I'. X.

Z 02 - ideupolä l'dest. »Lroüst. c 10. §. 122.izi,

Windmühlen sind solche Mühlen, die vermit-telst ihrer Flügel von Wind getrieben werden, undtheils zum mahlen des Getreides, theils auch anOrten, «0 keine Flüsse sind, dazu dienen, dasWasser in die Höhe zu treiben. Man hatte erfahren,daß das Wasser die Kraft besitze, Mühlensteine zutreiben, und schloß daraus, daß der Wind eben die-se Kraft habe; man suchte ihn also zum TreibenderMühlsteine anzuwenden, und erfand die Windmüh-len. Viele glauben, daß sie in den Morgenländern,wo wenig Wasser ist, und zwar in Asien , im zwölf-ten Jahrhundert, erfunden und beh Gelegenheit derKreuzzüge nach Europa gebracht worden wären. Ei-nige meynen s), daß sie schon im Jahr 1040 durchdie Kreuzzüge nach Frankreich und England gekom-men wären; allein man hat keinen Beweis dafür,auch war damals noch nicht einmal der erste Kreuzzugangegangen. Andere hingegen halten die Windmüh.len, welche in Ansehung der Art, sie nachtemMin-de zu drehen, entweder in deutsche oder holländischeeingetheilt werden, für eine Erfindung der Deut-schen , wie denn auch die deutschen Windmühlen,wo das ganze Gebäude sich auf einem Zapfen herum,drehen läßt, die ältesten zu seyn scheinen.

Die älteste Spur von den Windmühlen hat Ma-billon entdeckt; sie befindet sich in einem Diplomvon noZ, welches Mabillon bekannt machte undworinn der Windmühlen gedacht wird. Um dieseZeit waren sie also in Frankreich bekannt tH. Bor