Würfelspiel. ly?
Wvlff mathemat. Ler- Leipzig. r/rS. unter ktei-A.»am kroKIemL. b> Nachricht» von dem L^ben unddni Erfindungen berühmier Malhcmaliker. 1788. 1 . Th.S. rz. Allgem. h.st. L-x- Leipfig. 1709. i. S- ->.
Busch Handbuch der Erfind. 1792. III. Th. S- Z4y-unter Linie. 6) Nachrichten von dem Leb n u. Erfin-
dungen berühmter Mathematiker. I. Th. 1788. S. 196.
Würfelspiel. Die Erfindung desselben verliertsich tu dem grauesten Alterthume und da es mehrereArten desselben gibt, so werden auch mehrere Erfinderdavon genennt. Plato in seinem Phädrus schreibt dieErfindung des Würfelspiels und eines bey den Grie-chen gewöhnlichen jeu -tärssls, welches mit unsermKegelspiel eine Aehnlichkcit hat, dem egyptischen Theutoder Hermes zu; aber Herodot erzchhit, daß die Lydi-er Würfelspiele zur Zeit der Lheurung erfunden hätten,um fich durch Hülfe dieses Spiels den Hunger ertrug»
licher zu machen; sie hätten nemlich an dem einen Ta»ge gegessen und an dem andern gefastet und sich dieZeit mit diesem Spiele vertrieben. Nach andern sollPalamedes in dem Lager der Griechen vor Troja ebendieses Spul, als Zerstreuungsmittel und Zeitvertreibder vom Streit ermüdeten Griechen, erfunden ooerwenigstens eingeführt haben n); er heiligte die vonihm erfundene Würfel der Fortuna zu Argos b).Man spielte das Würfelspiel entweder mit drey vier.eckigten oder mit vier länglicht runden Knöcheln c);die Zahl dieser Knöchel soll Euripides bis auf 40 ver-mehrt haben cl). Bey den Römern wurde das Wür.felspiel verboten e). Nach der Erzählung des Lacitusliebten die alten Deutschen das Würfelspiel so sehr,Laß sie auf einen Wurf ihr Leib und Leben setzten k).