Band 
Achter Theil.
Seite
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Zahnarzneykunst. srz

Zahnlücken entdeckt; er sah nemlich 178^ in Straß-burg einem Pergamcntmacher zu, wie er die dünnenHäutchen vom Pergament abschabte, und nahm zufäl.liger Weise ein solches abgeschabtes Stückchen Hautin die Hand, dann auch in den Mund, und merkte,daß es eine Säure bey sich hatte, die er sich aus derZubereitung des Pergaments erklärte. Dieses sowohl,als daS zarte Wesen der Haut selbst brachte ihn auf denGedanken, ob man nicht dieses Mittel mit Vortheilstakt der Charpis wider die Verblutungen in denZahnlücken anbringen könne. Er nahm daher solchevom Pergament abgeschabte Häutchen, die äußerst feinsind, that sie in stark blutende Zahnlücken und ließ mitden Zähnen darauf beißen. Dieses Mittel schlug ihmnie fehl und er hat die heftigsten Verblutungen nachüusgenomiiicllen Zähnen damit gestillt.

Herr Dubois de Ehcmant zu Paris hat künstlicheZähne erfunden, die die Weiße der natürlichen Zäh-ne huben. Er verfertiget sie aus einem mineralische»Teig , der sehr hart wird; er setzt auch ganze und hal.be Gebiße oder Reihen Zähne ein und weiß ihnen durchano-brachle Federn die nöthige Befestigung und Be-wegung zu geben c).

Der Zahnarzt Ricci der jüngere, in Frankreich, hatdas Mechanische seiner Kunst merklich vervollkommnet;er hak die Struktur der Pelikane verbessert, auch eineMethode des Zahneinsetzens zu einem und mehrerenZähnen erdacht, durch welche den Zahnbedürftigen dashäufige Ab- und Anbinden entbehrlich gemacht wird;er hat sich Mittel verschafft, den Wallroßzahn unddas Porzellan, woraus er seine künstliche Zähne