28 r . Zucker.
Sacharathenbirn giebt einen Saft, der dem Honiggleich kommt. Aus Veilchen und Jsop hat man schonlängst in den Apotheken einen Zucker bereitet. HerrDouchney zeigte, wie man aus der Melisse einen sosüßen, reinen und ächten Zucker, als aus dem Zucker-rohr, bereiten könne, womit er vor der Akademieder Wissenschaften eine Probe machte, und dann einPrivilegium darüber erhielt. Herr Lowitz lehrte, wieman Honig in Zucker verwandeln könne n). HerrHolzen aus Hamburg bedient sich statt des Zuckersdes weissen Honigs, das er aus Ungarn, der Wallacheyund aus Spanien bekommt. Er schmelzt und schäumtes, läßt es gehörig klären, wirft 5 bis 6 mal einen gra-sen Nagel oder Stück Eisen, welches recht glühendgemacht ist, hinein, und schüttet zugleich auf jedeshalbe Pfund Honig einen Löffel Brandwein, wodurchsich. der Honiggeschmack verliert. Mit c2 Unzen Ho-nig reicht er soweit, als mit 16 Unzen Zucker 0).Herr D. Ruckert verdickte den Saft der Melonen undfand, daß er alle Dienste des besten Zuckersyrups lei-stete p>. Im Jahre 1775 g) wurde eln Syrup auSkuftmalz, oder von dem auf englischen Darren gedörr-ten Malze von Gerste und Weihen, sowohl zur Füt-terung der Dienen, alS auch zum Gebrauch in der Kü-che, bereiten gelehrt; auch meldete der Herr Kriegs,commissarius Rieben zu Köttwitz bey Dohna, daß erdiesen Malzsyrup ganz von dem Malzgeschmark be-freyen könne. Bey der Zubereitung im Kleinen kamdas Pfund von diesem Syrup 1 Ggr. io Gpf. r).
2) Universal - Lex. I. p. r;oo. b) Beckman »6 Anleir.jurLechnol. 1787- S- 4 rZ. 4 r 4 . e)Z.A.FabriciiMgem.