Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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188
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188 Farbe.

setze genauen Bestimmungen geht, so find $.€• in den alten Zeitenöfter; solche Farben als corrosivisch und fressend ausgeschrien, undden darin» uawilscndea Verfassern der G.setze so beygebrachtworden, welche nichts weniger, als fressende Farben sind, ja heutju Tage beständig gemach und ausgesetzt werden. Siehe oben,S. 57- Ich will also ju oben gemeldeten allgemeine-, Bcsnmmun»gen der falschen Farben noch einige Erläuterungen iu»m iu*en.1) Ein Hauptverboth ist, wenigstens in Frankreich, daß keinFärber Zeug aus Weiß in Schwär, fä.ven soll, welches einVergehen ist, so zur dritten Classe gehört. 2) Eben dahin istzu rechnen, daß man das Gelbe vor dem Blauen nicht bey dergrünen Farbe gebrauchen, sondern blauen Gruud legen soll.3 ) Sollen sich die Färber bey Carmesin des indianiichen Hol«jes, Orseille, Minime rc. enthalten. Denn das heißen, jedochnur nach dem sie gebrauchet werden, Mißfarben, indem sonstdas indianische Holz, ,. E. Brasilien, ungleichen Krapp, ,ugemeinem Roth, ohne Verboth gebrauchet wird. Also könnensie 4) gar wohl Grünspan in gewisser Maße und Ordnung zumGriinfärbeu des wollenen und leinerren anwenden, wenn manGelbholjUndgeriebeneKreidedaju nimmt; ja in die kalte blaueLeinwandsfarbe kommt auch in geringer Maße Grünspan. Al«lein, wenn man Meergrün in Frankreich färbet, so herßl es ei-ne Mißfarbe, wenn selbige mit Grünspan auf indianisch Hol»,oder auf braun, so vom schwarzen übrig geblieben, gemachtwird. Woraus denn erhellet, daß etwas eine falsche und M>ß«Farbe unter gewissen Umständen werden könne, was in andernkeine ist-

Was vor Anstalten man von Seiten der Polizey, zu Der«hütung des Betrüge« in Färbereyrn, getroffen, ist bereits oben,S. 77, fgg. gezeigt worden.

Insgemein nimmt man für gute Farben solche an,die sich 12 Tage hinter einander an der Sonne undfreyen heitern Luft nicht verändern, oder die auch insDunklere fallen, ohne ihre Hauptschattierung zu verlie«ren; jede Farbe hingegen, welche unter diesen Umstän-den zu heü wird, und sich verändert, hält man fürschlechte Diese Probe aber, welche die einzige wahre ist,uny die man allein für hinlänglich halten sollte, kannalSdenn nicht gebraucht werden, wenn man sogleich be-urtheilen soll, ob ein bey einer Messe rc. zum Verkauf

aus-