Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
297
JPEG-Download
 

Faulbaum. 297

müßte man ihnen Hiebey wohl durch die Kunst zu Hülfekommen, wenn der Endzweck erreicht werben sollte.

Der Hauptvorkheil, welchen man von dem Holze,welches auchtörindtzolz undLäujeholz genannt wird,ziehet, besteht darin, daß man daraus Kohlen brennet,die wegen ihrer Leichtigkeit, zu Verfertigung des feinenPürschpulverS, allen andern, als: den Linden-Hasel»Pappel - Weiden - und Schwalkenbeerkohlen, vorgezo»gen werden. Don diesem Gebrauche ist der Nahmepulverhol; entstanden. Ein Centner des Holzes sollnach du Hamel nicht mehr als 12 Pfund Kohlen ge.ben, woran doch wohl die von diesem Schriftsteller sowidrig angegebene Methode der Verkohlung Schuldzu seyn scheinet, die mit Hellem Feuer geschehen soll.

Man schneidet, nach des dü Hamel Vorschrift, den Faul-Baum in 4 Fuß lange Stücke, und schälet die Rinde ab, wennder Saft gehet. Wenn das Hol; halb-trocken ist, stellet manes ordentlich in einen Graben, den man dazu ausgeworfen hat,und verbrennt dasselbe mit hellem Feuer. Alsdenn, wenn esgenugsam verbrannt ist, wird die Kohle mit Erde, nicht abermit Wasser, gelöscht.

Das Holz dienet auch, seiner Leichtigkeit halber,zu Pfeilen. Es kann zwar, weil es hellroih aussieht,zum Furnieren angewendet werden; nur muß es nie«munden befremden, wenn mit der Zeit die helle Farbein eine dunkle ausartet. Es laßt sich gut und sauberHobeln; beym Abziehen aber fasert es doch. Wenn esjung ist, kann es sehr wohl zu Mieden gebraucht wer-den, daher der Baum auch den Nahmen wiedebaumerhalten hat. Sonst wird das Holz auch zu Reifstä-ben , und von den Schustern zu Schuhzwecken (Pin-nen) gebraucht, daher die Benennung pmnhol;, und,weil man Zapfen daraus machet, die Benennung Zaspfenholz entstanden.

Die Rinde, wenn sie mit Wasser ohne Salz undLauge gekocht wird, färbet gelb; mit Salzlauge aber,oder trocken, gibt sie eine braune Farbe. Verschiedene

T 5 ' damit