Februar. 335
1. Verrichtungen, welche in den Rüchen-Gärren geschehen müssen.
In diesem Monath ist es die beste Zeit für die mei-sten Gewachst, sie zu säen und zu pflanzen; nimmt mandieser aber später im Iahre vor, so wachsen fle selten sogut, sonderlich, wenn der Boden trocken ist. Manmuß demnach
1. Die Felder für die Mohren, Pastinake, Zwie-beln, Lauch, Retlige, Spinat und Ropfsalat zuberei-ten und umgraben; aledenn kann man von den Retti«gen, Spinat und Lattich nur etwas weniger auf einmahlsäen, zumahl wenn man nur eine einzige Familie zu ver-sorgen hat, und solches alle 14 Tage oder 3 Woche«drey - bis viermahl wiederhohlen, so hat man derglei-chen auf längere Zeit für seine Küche, dahingegen eineeinzige Saar nicht so lange aushalten würde. VonPa«stinak, Zwiebeln und Lauch aber ist Eine Saat hinläng-lich; und sollte auch die erste oder zweyte mißrakhen, soist noch nichts versehen, und wird doch wenigstens einefolgende anschlagen.
2. Kann man Salatkraurer, Radießchen, Geller!,Lauch, frühen Wirsingkohl, frühen weißen und ro-then Ropfkohl, Majoran und andere Rüchenkräu-rer, in cemperirte Mistbeete und warme Rabatten säen,welche an Zäunen, Hecken oder Mauern liegen, so fol-gen stlbige auf die, welche im vorigen Monathe gesäetworden sind; denn es ist überhaupt gut, um diese Zeitalle 8 oder laTage einen Vorrakh zu säen, so kann mansich dessen allemahl bis zur folgenden Saat bedienen.Die auf solche Art besäcten Beete müssen sowohl des Ta-ges, wenn die Sonne nicht scheinet, als auchdesAbendS,sobald die Sonne untergehet, und so lange es noch Frostund Reif gibt, mit Matten von Schilf bedecket, äuchdes Morgens nicht bald wieder aufgedecket werden. DieDecken von Schilfsind hieran deswegen vorzüglicher, alsdie von Stroh, weil sich,n lehtern öfters noch Aehren