Z 42 Februar.
2. Vern'cbtungen, welche im Baum - oderObstgarten geschehen müssen.
r Man muß die Bäume von allen noch übrigenalten Blättern und Rauprnnestern saubern, und alsdennmit dem Beschneiden der Obstbäume fortfahren. ESkann dieses an allen Arten von Bäumen geschehensiemögen an Mauern und Spalieren stehen, oder hochstäm-mig seyn. Hierbey ist zu merken, daß man die dauer-haftesten, und die an Mauern stehenden, imgleichen dieBirnbäume zuerst vornehmen, die zärtern aber, deneneine allenfalls einfallende Kälte schaden könnte, imglei-chen die Apfel - und diejenigen Bäume, welche gar zufrüh treiben, bis zuletzt verspüren muß. Dabey müssenauch alle brandige und sonst schadhafte Aeste weggeschüit-ten, und die Wunden mit vermischten Lehm, Kuhfla-den und Terpenthin verstrichen werden.
2. Kann man jetzt die Düngung der Bäume vol-lends vornehmen, und sich dazu guter mürber und fet-ter Erbe, oder wohl abgelegenen und verfaulten Mistes,aber keines Pferde - oder Schweinemistes, bedienen, weildie in diesen Düngungen enthaltenen kalten und feuch-ten Ausdünstungen die Bäume bald zum Abstehen brin-gen würden.
z Bey warmen Wetter muß man die Feigenbäu-me, welche man wegen ihrer zarten Sprossen gegen die. Kälre bedeckt hat, öffnen, uud ihnen frische Luft geben,' damic sie nicht schimmeln und abstehen ; bey einfallenderkalcer Witterung aber muß man sie wieder bedecken.
4. Auch kann man bey gelindem Wetter anfangen,allerley Steinobst, als: Mandeln, Rirschen, Pflaumen,Aprikosen, Pfirsichen u. d. gl. zu pfropfen oder zu ab-lactireu, wenn mau erst ein Par Jahre vorher feine ge-rade Stamme um die Baume gesetzt hat.
5. Es ist jeßc hohe Zeit, die schadhaften Spaliereauszubessern; denn, wenn man solches spater vornähme,
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