Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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343
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Februar. 343

so könnten die nun auflaufenden Knospen der Frucht-Bäume leicht abgestoßen werden. Die schon an Spa-liere gelegten Bäume aber müssen nun auch beschnitten,und alsdenn in gehöriger Weite gebunden werden, dä«mit bey Hervorwachsung ihrer Blätter keine Unordnungentstehe. Man muß aber bey dem Beschneiden dersel-ben sich wohl in Acht nehmen, daß man nicht auf ein-mahl zu nahe an den Stamm komme, sondern einenZacken, ohngefähr 1 Zoll lang, stehen laßen, sonst könn-ken die etwa noch einfallenden Nachtfröste zu sehr in denStamm eindringen. So bald die Bäume aber zu trei-ben anfangen, und es warm wird, kann man sie vol-lends glatt von dem Stamme wegnehmen, und denselbenOrt mir Baumwachse verkleiben.

6. Man kann auch Steine und Kerne von dauer-haften Fruchtsorten säen, auf deren Stämme mit derZeit die edelsten Sorten oculiret und gepfropfet wer-den können. Man muß sie aber fein gleich mit Erdebedecken, sonst werden dadurch die Mäuse und ande-res Ungeziefer herbey gelocket, und oft ganze Saatenverderbet.

7. Die Pfropfreiser, vornehmlich die vom Stein-Obste, welche zeitig ausschlagen, können jetzt ebenfallsam schicklichsten gebrochen, und bis zur Pfropftest mfrisches Mos eingebunden, und im Keller verwahretwerden. Um genau zu wissen, von welcher Art diesesoder jenes sey, kann man sie mit einem daran gebunde-nen Zettel zeichnen. Will man dieselben weit verschik«ken, so darf man sie nur eines Gliedes lang in einenaus Kreide und Honig gemachten Teig stecken, mit fri-schem Mose umwickeln und in einer Schachtel vor derLuft bewahren.

8. Die Fruchtbäume können jetzt bey nassem Wet-ter am bequemsten von dem Mose gcreiniget wer-den , weil dieses alsdenn weich ist. Man kann sich

Y 4 dazu