344 Februar.
dazu eiserner Instrumente bedienen, welche wie Göt-Hacken gestaltet, und in der Mitte nach der Dicköder Aeste ausgehöhlt find. Wenn man deren drey-erley von verschiedener Größe hat, so ist es schonhinlänglich.
9 - Bey heiterem Himmel und trockener Luft aberkann man die wilden Stämme, welche man über da»Jahr pfropfen will, imgleichen die jungen, sowohl Stein«als Kern - Obstbäume versehen; denn dieses darfniemahls bey nassem Wetter geschehen; die Bäumeselbst dürfen auch nicht jünger als dreyjährig seyn. Manmuß ihnen aber die Wipfel laßen, bis sie anfangen zutreiben. Vor dem Versehen muß die Erde wohl umge«graben werden, damit sich dieselbe besser um die Wur-zeln legen könne, wenn alle Schollen recht zertheilt sind.Bey dem Versetzen selbst ist zu bemerken, daß man sienicht tiefer einsetze, als sie vorher gestanden; daß manden Ort wieder gegen die Gegend kehre, gegen welche ervorher gestanden; daß man die frischen Obstbaume aneinen warmen Ort setze; daß man die Wurzeln fleißigvon einander breite, sie mit guter Erde beschütte, undendlich das Erdreich dabey nicht allzu hart eintrete, weilsonst die zarten Wurzeln nicht den Saft gehörig in sichziehen können. Damit sie auch vor dem Winde sicherseyn, kann man starke Pfähle dabey setzen, und sie anselbige anbinden.
io. Die Blutfinken müssen jetzt steißig ausgerottetwerden, weil sie allen Arten der Obstbäume sehr nach-gehen , und durch das Anpicken ihrer Knospen oft inzwey bis drey Tagen alle Früchte eines Gartens zuGrunde richten können.
iis Den frühen Frucht - oder Treibrahmen mußMan, nach Beschaffenheit der Witterung, frische Luftgeben, und auch ihre Wärme erhalten, wofern die zar-ten Früchte nicht abfallen sollen.
12. Den