Februar. 347
man sie bey übler Witterung mit Matten bedecken kün-ne; denn wenn sie vor der einbrechenden warmen Wit-terung nicht schon erstarkt sind, bekommen sie keine großeBlumen.
2. ES müssen jetzt dieAurikeln und bunten Schlüs-selblumen in Töpfe gesäel werden, welche mit leichterfetter. Erve angefüllt sind. Die Samen bedecket Mannur ganz wenig mit Erde; denn wenn man sie zu tiefeingrabk, bleiben sie oft ein ganzes Jahr zurück. Vielebedecken sie aus dieser Ursache gar nicht, sondern laßensie nur durch den Regen in die Erde verschwemmen.Bis in den April müssen sie so gestellet werden, daß siedie Morgensonne haben; alödenn seht man sie an einenschattigen Ort, wo sie den ganzen Sommer hindurchbleiben können. , Diejenigen Sorten Kerne aber, wel-che harter Natur sind, und lange in der Erde liegen müs-sen , bis sie aufgehen, kann man in Geschirre pflanzen,und in warmen Stuben aufbewahren. Dahin gehö-ren: die Canna indica Linn. der Stechapfel (Daturaferox), der syrische Pappelbaum, der Lypressensame,Lie Dattelkerne, der spanische Ginster, u. a. m.
Z. Um die Blumen der Aurikeln in den Töpfen zuverbessern, muß lzian ihnen jetzt frische leichte Erde ge-ben, wenn solches nicht schon im Januar geschehen ist;denn weil um diese Zeit ihre Knospen schnell heran-kommen, so muß man dieses auch in möglichster Ge-schwindigkeit vornehmen.
4. Die Blumenbeete müssen, sowohl um des Nuz«zens, als der Zierde der Garten willen, von Unkrautund Most gereiniget, und ihre Oberfläche aufgelockert«erden.
5. Letzteres muß auch in diesem Monathe in derBlumenschule geschehen, damit selbige besäet, und imNächsten Monathe bepflanzet werden kann.
6. Die