Februar. 363
anschaffen, damit man 'bey der bevorstehenden Feldarbeitin nichts gehindert werbe.
12. Kann man auch Häckerling in Verrath schnei«den, Strohbänder machen, und überhaupt alles nach«hohlen, was im vorigen Monathe verabsäumet woroen,oder wegen der Witterung nicht hat vorgenommen wer«den können.
13. Muß eine fleißige Hausmutter den bereits ge«brochenen Flachs hecheln, das den Winker über gespon«neue Garn in diesem Monathe einäschern, und alsvennwohl ausftieren laßen, weil dieses Garn sowohl im We«ben als Bleichen besser ist. Die hierzu gebrauchte Aschekann man sodenn an die alten Bäume schütten, jedochohne.die Stämme und Wurzeln zu berühren.
14. Die Mägde können sich bey Abendzeit mit Spin-nen und Federnschleißen beschäftigen; die Knechte aberkönnen Holz spalten, Holzstöße setzen, und andere der-gleichen häusliche Arbeit verrichten.
15. Da« eingesatzene Fleisch muß jetzt in denRavchfang gehänget, und ein Rauch von Wachholderndarunter gemacht werden.
16. Den Wurzel», Pflanzen und andern Erdge«wachsen, welche zum Samenkragen, oder in anderer Ab-sicht, im Keller in Sand eingeschlagen sind, muß maufleißig nachsehen, daß sie nicht von den Mäusen änge«fressen, oder von derFäulniß angegriffen werden.
16. Bey der Rüche,
kann man sich jetzt mit Fastenspeisen versehen, im«gleichen Rapunzeln und Brunnenkreffe einsammeln,welche letztere nun am besten ist.
17. In Ansehung der Witterung,
behält dieser Monath die Neigung des vorigen bey.In den ersten Tagen kommen gemeiniglich Schneege-stöber, harte Kälte und stürmisches Witter, besonderswenn der Januar sanft und gelinde war. Der zweyte,
oder