Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
364
JPEG-Download
 

Z 64 Februar.

oder Lichtmeß, ist kritisch; denn wenn er schön ist, sagtman, so sind wir in der Hälfte des Winters; ist er hin«gegen regenhaft, so scheint der Winker zu Enjde zu ge«hen. Die Kälte ist in diesem Monath nicht mehr soanhaltend , und eine gelindere Luft fängt allmählich andie Wirkung der höher steigenden Sonne zu entdecken.Der Frost dieses Monakhs wird eben so, wie im von«gen, durch Süd-und Ostwinbe verursachet.. Beyge-linden Tagen hingegen wehet der Westwind, und erre«get zuweilen eine frühzeitige Frühlingswärme, welcheauch manchmahl mit Südwind kommt, wenn der Win«ter in den dortigen Ländern nachgelaßen hat. Au ande-rer Zeit aber, insonderheit bey unbeständigen Wintern,stürmet der Westwind sehr, und bringt gemeiniglich Re-gen. Bey eben diesen Wintern fängt auch der Nord»- Wind an zu wehen, und bringt oft »ach gelindem Wet-ter den Frost wieder, nebst vielem Schnee. Denn,wenn jetzt das Land bey gelinden Tagen bereits mehr er-wärmt worden, die See aber indessen ihre vorhin nochbehaltene Wärme nach und nach verloren: so wird dieLuft über der See viel kälter, als über dem Lande; undnach der Größe dieses Unterschiedes richtet sich die Em-pfindung der Kälte, welche der Seewind auf das Landführet. Doch bey andern, insonderheit langen Win-kern, wird der Nordwind zuweilen in diesem Monathnoch eben so wenig, wie in dem vorigen, verssüret ; undwenn er alsdenn wehet, ist er doch, aus vorhin gedach-ter Ursache, viel kälter, als im Januar, weil die Seedurch die Länge des Frostes mehr erkaltet ist. Sonst istder Februar gemeiniglich nässer, als der Januar; jedochhat dieser Monath mit unter auch schöne Tage.

Man kann aus der Witterung des Januars nicht urtheilen,wie der Februar seyn werde; denn zuweilen sind sie beyde kalt,zur andern Zeit beyde gelind, oder auch einer von diesen Mo-nathen kalt, und der andere gelind gewesen.

18. wegen