366 Fecher. . Fechten.
8. WeW die Fastnacht gut Wetter/Hat, sollen,
wie die Meklenburger sagen, die Erbsen wohl ge-rächen. i
9. Wlenn.zu dieser Jahrszeit, und sonderlich zu En-de des Monath-, die Nordwinde stark wehen, soll einfruchtbares Jahr erfolgen. „ Daher der Landmann sagt:Er wolle Ueber um diesoZeir einen hungrigen Wolf,als einen Mann im bloßen Hemde auf dem Felde ar-beiten sehen.
10. Endlich hat auch der Landmann die.Regel:Weyn die Mücken im Hornung spielen,-folgt gärnein Schafsterben. Dieses will sagen:, daß. nachherWarme dieses Monaths öftersnoch anhaltender Frostund Kälte erfolgen.
Fecbjen, Fechjer; siehe Fächstr. ^ ^ -
Fechten. ;i. Sich des Degens oder Schwertes, und inweiterer Pedsutung auch des Feuergewehres sowohl zumAugnffe, als zur Vertheidigung, bedienen, streiken; inwelchem sPerstayde dieses Wort nur noch in der edlernSchrerbgr^von Soldaten üblich ist.
2. In engerer Bedeutung, den Degen zur Ver-theidigung üvd-zumÄngr-ffe geschickt zu führen wissen,in weichem Verstände doch dieser Wort nur alsdann ge-braucht wird, wenn dieses Fechten zur Uebung ge-schiehet.
3. Betteln, eine im gern. Leben, besonders unterden Handwerksburscheu übliche Bedeutung. Fechtengehen, betteln geben. Dieser Gebrauch stammet vonder ehemahligen Gewohnheit her, die Soldaten nachgeendigrem Kriege allemahl abzudanken, da denn viele
. derselben unverschämte Bettler wurden, welche ihre un-gestüme üno gewaltthätige Betteley mit dem anständi-gen Nahmen des Fechtens zu bemänteln suchtet
Won dem Fechten der Handwelksburschc, s. N<j, 7 dtt E«<enäch. ael.ttachr.»- 3.175*.
Fever,