Feder. 367
§eder(*), L. kenns, kluma, Fr.klume. I. Eigentlich,diejenigen leichten, elastischen Körper, womit die Vogelund das Federvieh bekleidet sind.
. 1) In dem eigentlichsten Verstände. Da dieFe«dem, einen der vornehmsten äußern Theile an denEö-geln und dem FederSieh ausmachen, und zu ihrer Be-Leckung iund dem Fluge nöthig sind, auch überdieß eineso künstliche, von der Weisheit des Schöpfers zeugendeEinrichtung haben : so sey es mir erlaubt, einige Be-trachtungen darüber voran zu schicken, ehe ich von ih-rem ökonomischen Nutzen und Gebrauche handle.
Man wird schon den Begriff der Federn haben,wenn man darunter diejenigen äußern Theile an demKörper eines Vogrls versteht, wodurch sowohl der Leibbedecket, als ins besondere das ivillkührliche Schwebenin der Luft vornehmlich verrichtet wird. An den FMrnunterscheiden sich von selbst zwey Stücke: derdAicl>ünddie Lahne. Jener .ist der längste und stärkste Theil derFeder, welcher durch die Fahne hindurchgeht; diese aberD haS.breite Gewebe,, welches zu beyden Seiten'desKiels angewachsen ist. Der größte und vornehmste Theilder Feder ist folglich das Mittelstück oder der Ri«l>"Änwelchem wiederum das Untertheil und das befahüteObertheil zu merken sind. Das Untertheil ist durchsich-tig und fast bis auf die Hälfte in Fleisch und Haut An-gewachsen. Man nennt es die Spuhle; und diese be-
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(*) Dieses Wort lautet bey dem Norker Federa, ,'m 3ffiSteif-Felder, Fyther, im Niedres. Fcdver/und in einigen weichLrnMundarten mit der gewöhnliche Ausuvs-unr, des d Färe, imJßländ. Fiödur, im Schwed. F]id«v itti Eiitzl. Fe-lder, 'imDän. Fiär, im Bvdm. F-ro, welch?, alle mit dem Griich.-rrk?«», gleichsam jrmgov, gcnau-überein kommen. Wennman die letzte Sylbe als die Endung — er betrachtet, welchegemeiniglich ein Werkzeug andeutet, so bleibet zur Ausiiicdsinqdes Stammes nur die Sylbe Fe, öder F.ed übrig, welche ti»Sauf das Wort wehen oder wegen, mövcre leitet.. Fchcewürde also ein Werkzeirg des Aiegens,' oder in wehrn? Be,dcutung -er Bmesuns, bezeichnen. Siehe-wage, reicht,*.s.f.