Feder. .369
«icht so stark, viel weniger die beyden übrigen feiten.
Mark inwendig im Schafte ist von einer weißen,leichten und elastischen Materie zusammengesetzt, welchedas Innere ganz ausfüllet, und die Seiten dermaßenvon einander hält, daß sie kaum mit den Fingern einzu-drücken sind. So lange die Federn wachsen, ist diesesdie Vorrakhökammer des Nahrungssaftes, der dadurchgeseihet und so zubereitet wird,.wie ihn die übrigen Theileumher erfordern. Der Schaft gibt der Fahne Ursprung,Nahrung, Festigkeit und Nutzbarkeit. Selbst die Spuh^le muß dem Schafte die Nahrung vorbereiten, und ihmFestigkeit, Stärke und Elasticität'verschaffen. DieHär«te, die Glacre und die gewölbte Figur der Oberseite die-net vortrefflich, den Drück der obern Luft zu vermindern,und die Bewegung der Schwungfedern nach aufwärtszu erleichtern. Die Unterseite, mit ihren starken erha«benen Rändern, dienet zuweilen zur Wehr, oder zumSchlagen mit den Flügeln. Mehreneheils muß dieseSeite den Widerstand -er untern Luftim Fluge überwin-den, und dieselbe sowohl in der mittlern Äerkiesung indie Enge bringen, als zu den Seiten an die Fahne ver.theilen. Im übrigen ist der Schaft nach den Grund«Regeln der Werkzeuge des Fluges weislich eingerichtet;er ist so leicht, als es, der erforderlichen Stärke unbe«schadet, immer möglich gewesen. An der Fahne erblik«ken wir zwo Seiten, die vordere und Hintere. Jene ist die,welche im Fluge nach dem Kopfe zu gekehret wird, undimmer schmäler oder kleiner bleibt, als die andere Hin-tere, welche im Fluge nach dem Schwänze gerichtet ist,und stets breiter und größer, als die erste, ausfällt. DieBildung hat in beyden viel ähnliches; denn sie bestehennicht aus Einem Stücke, oder aus einer einzigen Haut,sondern aus vielen an einander gefügten Blaffchen, wek-che dünn, steif und demWefen nach kleine Federn sind.Sie wachsen zu beyden Nebenseiten des Schaftes nahean einander, sind am Schafte etwas breiter, aber gegenOe,.Enc. Xll Lh. Aa das