Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
379
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Feder. 379

Federn nicht weiß und rein genug sind, so muß man sieerst bleichen. Man reihet sie zu dieser Absicht in kleinenPäckchen an Faden, und hänget sie eine Zeitlang an dieSonne. Man kann sie auch mit reinem Wasser einwenig besprengen, wie man mit der Leinwand thut,die man bleichen will, nur nicht so stark, hamit dasWasser oder der Regen die Barke nicht in Unordnungbringe, und solchergestalt die Federn verderbe. Manhangt viele Päckchen an einen Faden, und spannet den»selben zwischen zween Stäbe, damit sie desto bequemertrocknen können.

EHen so kann man auch die Hutfedern, von welchen wei-ter unten sprechen werde, bleichen, wenn sie unrein gewordensind; und 7 bis 8 Tage können hierzu hinreichend seyn. Wennaber die Federn allzu schmutzig wären, so müßte man Seifen-Wgsser dazu nehmen, wie man zum Bleichen der Spitzen ge-brauchet, und die Federn päckchcnweise in einen neuen irdenenSM legen, und sie 24 Stunden lang bloß auf heißer Asche ste-he» laßen. Hernach wäscht man die Federn, indem man siein xstnrS Wasser tauchet; und dann werden sie, wie oben ge«sagt worden, qn der Sonne gebieichet. Auf diese Weife wer-den sie vollkommen weiß.

.. . Wenn dieses geschehen ist, leget man die Federnerdenklich neben einander. Man leget jede Feder an dieim Rahmen aufgespannten Faden, so daß die Fadendiejenige Stelle berühren, wo die Bärte der Federn ih«reu Anfang nehmen. . Die hohle Seite der Feder mußnach der Flechterinn hin zu stehen kommen, d. i. in dieLage. die sie auf der Brust des Thieres hak. Der Kieldieser Feder wird unten herumgebogen, daß er bis andie Rippe derselben herum kommt. Hernach schlingetman mit einer Nadel mit Zwirn oder Seide einen Fa-den darum, so, daß er zugleich die Feder und die aus»gespannten Faden im Rahmen umfasset. Mit der Na-del schlinget man eine Art eines Knotens, welcher dieFeder fest halt, dgst sie nicht heraus fallen oder sich ver-rücken kann. Denn der Knoten muß sehr fest um die

Spann-