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fett ist, wie denn im 1 . 1767 zu Paris 25 Meister indieser Kunst vorhanden gewesen, wovon in dem Dictio.naire raisonn£ 6' histoire naturelle ausführlichere Nach«richt zu finden ist.
Hier in Berlin ist die Einrichtuna maliufattm mäßig getrof-fen, woselbst, so wie in der italiänischen Blumen-Manufaktur,Unter einem Entrepreneur junge Frauenzimmer sich mit Verfer-tigung derselben beschäftigen. Da die Blumen von mancher-cherle» Farben sind, und die Fedcrblumen die Natur nachah-men sollen, so ist es natürlich, daß die Federn, welche Mattzu diesem Behuf von Gänsen oder Kapaunen zu nehmen pfle-get, mit mancherley Farben gesärbet werden müssen. DasFärben der Feder» aber geschieht auf folgende Art.
Zum Scharlachrot!) nimmt man Salpctergeist,schwächet ihn mit einer gleichen Quantität durchgeseih-ten FlußwasserS, zerlaßt darin ein wenig weißen Sal-miak, um daraus ein Königswasser zu machen, undthut nachher eine ganz kleine Quantität dreymahl gerei-nigten Salpeter dazu, um die Farbe gleichförmiger znMachen. In dieses geschwächte Scheidewasser leget manetwas englisches, zu dünnen Blättern geschlagenes Zinn,welches darin aufgelöset wird. Man wirst über daSZinn nicht mit einem mahl, sondern nur immek einStückchen nach dem andern hinein, so, daß man nichteher mehr hinein thue, als bis sich das erste völlig auf-gelüiet hat, weil sonst allzu viel rothe Dämpfe in diSHöhe steigen und verloren gehe» würden, wenn die »Auf-lösung zu schnell geschähe. Da nun diese Dampft zukLebhaftigkeit der Farbe vieles beytragen, muß man sorg-fältig dieselben beyzubehalten suchen, Wen« die »Auf-lösung geschehen, und die Composirion fertig ist, gießtMan, nachdem Man viel oder wenig färben will, mehroder weniger vollkommen klares Flußwaffer in einenKessel, und laßt es über dem Feuer laulich werdet».Alsvenn nimmt man 4 Theile WeinsteinrahM, Und l |Theile Cochenille, beydes wohl pulverisirt und durchge-siebet, schütter eS in das Wasser, und verstärkt nachher
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