Feder. 389
ser in ein Becherglas zusammen, schüttet den Indizdazu, und rührt ihn mit einem hölzernen Spatel dar-unter, so wird ee sehr brausen, und einen unangeneh-men Geruch von sich geben. Gießt man alsdenn nochein wenig kaltes Wasser nach, so stillet sich das Brau-sen. Hierauf setzt man in einem irdenen Geschirr« 2Meßkannen Wasser über Feuer, schüttet obiges Meng«fei, nebst den 8 Loth Federn, darein, und laßt es einwenig sieden. Das Zugießen vielen Wassers machtlichtblau, wenigen Wassers aber dunkelblau.
Will man die Federn grün färben, so thut man invorbeschriebene blaue Farbe, nachdem es dunkel-oderhellgrün werden soll, mehr oder weniger Curcuma. DieCurcuma wird in ein Söckchen gethan; man kann eseinmahl aufwallen laßen, die Federn zugleich mit einle-gen , und es nachher ein Par Stunden ohne Sieden inder Wärme stehen laßen. Zuletzt fpühlt man die Fe-dern j» kaltem Wasser ab.
Oder, man nimmt 6 Loth, Grünspan, und 2 Loth Sal-miak, tempcrirt es mit gutxm Weinessig, und reibet es auf ei«uem Steine wohl durch einander; thut die Materie in ein ku-pfern Becken, gießt noch mehr Essig daran, thut die Federnhinein, und wendet sie oft um, bis sie schön genug sind.
Oder, man siedet die Federn in Wasser von den um Mi-chaelis gesammelten schwarzen Kreutzbecren, und Nachtschatten.
Um dieselbeu schwarz zu färben, läßt man gestoße-ne Galläpfel mit gutem Weinessig sieden, leget die Fe-dern hinein, läßt sie einmahl aufsieden, nimmt sie so-denn heraus, und leget sie in Eyweiß, welches mitSaft von welschen Nußschalen temperirt ist, rührt sieunter einander, thut sie alsdenn wieder in vorerwähn-tes Wasser und läßt sie ein wenig damit sieden.
Zur violetfarbe, nimmt man einen Topf von rQuart, füllet ihn Mit reinem Brunnenwasser, läßt essieden, und thut einer welschen Nuß groß Alaun dar-ein; nimmt alsdenn \ Pfund gutes Fernambuckholz,und läßt es 4 Stunden lang darin sieden; nachher
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