Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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pimmk man das Fernambucklheraus, thut die Feder«hinein, und läßt sie so lange sieden, bis sie roch wer»den, Hierauf thut man ^Pf Pottasche in eine Schüs-sel, gießt die röche Farbe von den Federn auf die Pott«A'che, rührt es wohl unrer einander, und laßt es zu-sammen erkalten; thut sadenn dle Federn darein, undjäßc sie ein Par Stunden darin liegen, da sie denn wohlabgespühlt, und an einem warmen Orfe getrocknet" werden.

So wie man überhaupt durch Zusammensetzung ver-schiedener Haupkfarben, mancherley Farben von allenMöglichen Arten bey der Wolle hervorbringen kann, sokann man ein gleiches auch bey den Federn thun. Dieunechten Farben, womit man zuweilen die Wolle fär-bet, können bey den Federn noch weit eher Statt sin-den, als dort, weil die Federn nicht fo sehr einer schlech-ten Witterung ausgesetzt werden, wie ein tucheneSMeid. Es pflegen auch wirklich die unechten Farben,da sie mehr Lebhaftigkeit haben, ob sie gleich nicht vonlanger Dauer sind, bey den Federn am meisten ange-bracht zu. werden, weil es vornehmlich hier darauf an-kommt. daß die Farben der Federn blendend und miteinem stm ken Lüstre in die Augen fallen,

Da man die Federn nicht auf die Art, wie die Co-cons, behandeln kann, daß man nähmlich denselben ihr«Gestalten und Biegungen vermittelst Stanzen undFormeisen warm mittheilen kann; so braucht man auchin der FeLerblumep-Manufaktur alle dieienige Eisenund Geräthschaften nicht, welche man zur Verfertigungder italiänischen Blumen nöthig hat, sondern dieSchee«re nebst der geschickten Hand der Künstlerinn sind dieeinzigen dabey erforderlichen Werkzeuge,

Man suchet zu den Blumen die zartesten FedernUUS, deren Kiel so dünn wie möglich ist, damit sichderselbe bey der ihm zu gebenden Bildung bequem bie-gen nutz hamhieren laße, Diejenige Person, welche