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Sprengels Handwerke und Lünste, ijte Sammt. ®«l»
' ,777, 8. S. ;cx), fgg.
Von gefärbten Federn könnten noch viel andereprächtige dachen verfertiget werden, wenn die Bild«und Mahierkunft gehörig damit verbunden würde. DerKönig von Polen, August l ließ kür die Königinn vonEngland zum Geschenk eine vortreffliche Art F?0erra-peteii verfertigen, darin die gefärbten Federn nachSchatten und Licht sehr sauber auf Lein "and gesetzt,und die artigsten Bilver, Gemählde und Figuren vor«gestellt waren. Es würde dieses eine Art der schönstenPavelen in Winterzmimern und Eaoineten für bemit«telte Personen abgeben, welche ohne Zweifel so viel Lieb«Haber finden würden, als die unter uns bisher mit vie«ler Zierlichkeit verfertigten Waaren von gefärbtemStroh, womit man jetzt Körbe, Tischblätter, Deckenu. h gl. sehr artig beleget.
Die Brasilianer wissen sich mir den kleinen Ledern jv§n mancherley Farben eine besondere Schönheit zu ;Verschaffen, d" bestreichen nähmlich den Leib mit ei«pem zerflossenen Gummi» und streuen hernach die klei«nen Federn darauf, welche sofort fest daran kleben blei-ben. Dadurch bekommen sie ein seltsames Ansehen,indem sich, wenn sie sich im geringsten regen, alles auihrem ganzen Leibe beweget Dieses mag auch wohlGelegenheit gegeben haben, daß die ersten Betreter ih«rer Lande, welche keine rechte Bekanntschaft mit ihnen }
gehabt, geglaubt haben, baß sie entweder rauch oder ;
befiedert wären. Sie heften auch Federn aus den Flü« >
geln rother, blauer und grüner, auch anderer buokfar- ;
higen Vögel an einander, und machen sich Mützen oder \
Kronen davon, welche ihnen gewiß nicht übel stehen. !
Lston dem Vogel Tuean nehmen sie die Hals-und Brust«Federn, welche goldgelb und roth eingefaßt sind; dieselaßen sie ganz trocken werden, und kleben sie mit Wachsauf beyde Backen unterhalb den Ohren, daß es scheint,
als