Feder-Stück. Feder-Vich. 417
Zeder-Stück, im Berqbaue, eiserne Keile, zwischenwelchen ei« stärkerer Keil getrieben wird, die verführ«neu Wa de damit zu zersetzen; siehe oben-
Feder-Sultane, siehe oben, S.'Z9^.
Feder- - Tapcren, siehe oben, S^ Z92.
Feder-Uhr, siehe unter Uhr.
Feder-Vieh, Flügelwerk oder Geststgel, £. Volatilia,Fr. Volaille. Unter diesem Nahmen wird das zahmeGeflügel, welches man in der HaÜSwirthschaft zu hal-ten und aufzuziehen pflegt, als: Gänse, Aenten, in-dianische oder Trut - Hühner, gemeine Hühner, Ka-paunen, Tauben rc. verstanden.
Das Federvieh kommt dem Landmann »»gemein zustatten, weil es theils seinen Tisch leckerhaft besetzt, theilsweil er den Ueberfluß davon in per nächsten Stadt ver-kaufen kann, welches den täglichen kleinen Ausgaben,die man in einem Hauswesen zu bestreiken hat, vortreff-lich aushilfr. Uebrigens kostet der Unterhalt des Fe-derviehes auf dem Lande nicht viel, weil man allezeiteinige überflüssige Körner übrig hat, die man solchenThieren gibt, und sie das übrige auf dem Miste finden.Man sollte sich bestreben, in einem Lande nur lauterweißes Federvieh zu erziehen, weil dessen Fleisch zärkerund schmackhafter, als das von allen andern Farben ist,'und die weißen Federn viel theurer verkauft werden, alsalle andere.
Wie das Federvieh zu warten und zu erziehen, zumästen, bey Anschlagung der Güter zu kaxiren, zuschlachten, zu rupfen und zu nützen sey, wird bey jederbesondern Art ausführlich gezeiget. Siehe auch pou-larderie.
Um gepachtetes Flügelwerk lange Zeit zu er-halten, nimmt man aus dem geschlachteten- Glücke,ohne dasselbe zu rupfen, das Eingeweide r^i» heraus,und hängt es in ein großes und weites Glas. DrejeSvermacht man oben mit einer Blase so weit, daß man
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