Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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420 Fege'Schober. Feh-Haube.

Lege-Schober, in den Sakzwerken, kleine Pfannen,welche in das Salz geftßet werden, ehe es noch körnet,damit sich aller noch übriger Schlamm hinein ziehe,und dos Salz gereiniget werde; daher sie auchScklammpfännchen heißen.

Fegen, reinigen, rein machen, r. In der weitestenBedeutung, ohne auf die Art und Weife zu sehen.

... Die Feuermauer fegen, einen Graben fegen, einenBrunnen fegen. Die Salzpfanne fegen, den ange«legten Salzstein mit einem Hammer abklopfen; sieheFegehanzmer. Das Getreide fegen, es durch einstehendes Sieb laufen laßen; siehe Rornfege. Zinn,Rupfer, das Geschirr fegen, für scheuern, im Ober-deutschen. Ein Schwert fegen, s. Schwerrfeger.Einem den Beutel fegen, im gem. Leben, dessen Beu-tel leer machen..

Bey den Jägern fegt der -Hirsch sein Gehörn,wenn er die rauhe Haut von dem neu aufgesehten Ge-hörne abschlägt, welche daher, wenn sie von diesem her-unter ist, das Gefege genannt wird. Siehe pirsch.

2. In engerer Äedeukung, besonders im Nieder-sächsischen, mit dem Besen oder der Bürste reinigen.Die Sruve fegen, kehren, auskehren.

Fegfel, im Oberdeutschen, was bey Reinigung einerSache als unnüh weggeschaffet wird, das Kehricht; aUeinigen Orten das Arger, Ausfeget.

Feh, siehe Fehe.

Feh-Händler, an einigen Orten, z. B. in Strasburg,der mit kostbaren ausländischen Fellen handelt, einKürschner.

Feh-Haube, oder polnische Haube, nennet man eineArt runder hoher raucher Mutzen von Fehe, oder auchgerrngerm Pelzwerke, in Form eines Muffes, welchedie Weiber in Regenfpurg, wie auch viele der so ge>nannten Kräukerweiber um BreSlau, zur Winterszeitzu tragen pfiegen.