Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
427
JPEG-Download
 

FGl.' 427

refolvikt oder ausgeleert werden könne. Man faßt da«her Die. Drüse mir der Hufzange, und klopft die Ge-schwulst ganz gelinde mit dem Stiel des Beschlagham«mers so lange, bis man merkt, daß sie genug zermalmtist; oder, nmn reibt die Geschwulst mit der Hand, hjssich die Härte verliert., und das flüchtige aufblähendeWesen durch die Ausdünstung davon geht, worauf sichdieGefchwulst unfehlbar zertheilen wird. Die Schmie-de öffnen insgemein den Ort, wo sie den Feifel zu fin-den glauben, nehmen mit der Fliele so viel Materie her-aus, als sie können, und füllen die Oeffnungen mitSalz oder ganzen Pfefferkörnern, damit die noch etwaübrige Materie vollends ausfchwäre. Indessen scheint eSdienlicher zu seyn, den Fkifel zu zerquetschen, als ihn zuöffnen, weil im letztem Falle die Pferde dieses Uebelgemeiyigiich sehr leicht wieder bekommen. Doch wirdman zum Oeffnen die sicherste Zuflucht nehmen, wenndie Gefahr zu ersticken beym Pferde bereit- überhagdgenommen hat, und man schleunig Linderung verschaf-fen müß. Hat mgN nun den Feifel Zerrieben , oderauch geöffnet, so laßt man dem Pferde'Unter der Zungezur Ader,/wäscht ihm dirs Maul mit PÄzund Wein-Essig, blaset ihm auch Weinessig in die'Ohren, undreibet sie hernach wacker, damit der Essig eindringe,wodurch der Schmerz, welchen das Pferd dabey, we-gen der Nähe dieses Ortes > in den Kinnbacken leidet,aufs kräftigste gelindert werben wird. Nachher nimmtMan 2 Hände voll Hanfkörner, siößtfolche,chut sie inetwa i£ Quart Wein, füget 2 Stück geriebene Mus-katen, und 6 Eydotter hinzu, gießt dieses zusammendem Pferde ein, und führt eS auf diesen Einguß einehalbe Stunde herum.

.Wenn dieses Mittel zur Vollendung der Cur nichthinlänglich ist, wie sich leicht zutragen kann, so mußman dem Pferde ein gutes Klystier mit Polychrestfalzebeybringen, hernach auch wohl, wenn letzteres noch

kein