Feig -Blatter. 429
Nach des Hm Laodkammerrath v- Schönfeld Mei-nung, findet man den Feifel und die Wurmkrankheitgemeiniglich zusammen; und man findet die Art, wie erdiele Zufalle curirt, in seiner Landwirrhschafc und deeren Verbesserung, Lpz. 177z, gr. 8. S. 354, fgg. und4**' lgg.
Im 2; St. deswochenbl für den gem. Mann, a-d.I.1777, S. ??4, l- wird folgendes Mittel als bewährt widerden Feifel empfohlen. Man nimmt l Loth Bibergeil; 3 Lothleipziger Lheriak, oder 1 2 ot 1 ) venetianifchen; i Pfund vene,dische Seife; 2 Loth Lorbeeren; j Loth langen Pfeffer; i LothSaffran; 2 Loch Hasclwur;; 2 Loth Retina Jalapp«, und Ho-nig, nach Proportion; reibet dieses alles klein durch einander,menget es sodenn in den Honig, daß es wie ein trockner Teigwird; macht Klümpcr, in der Größe einer kleinen Wallnuß,weigert sie rund zu einer Pille, trocknet sie an der Sonne oderauf dem Ofen, und verwahret si, an einem trocknen und küh-len Orte. Sie behalten ihre Kraft viele Jahre lang unverän»derlich. Will nun das Pferd nicht fr-ffen, oder sängt an mitden Vordersüßen,u hacken, legt sich nieder, thut ängstlich undwälzt sich herum: so wird eine solche Pille dem Pferde baldRuhe schaffen, es möge das Uebel von dem Feifel, oder vomVerfangen, oder von Würmern, oder vom kalten Feuer her-rühren. Man nimmt nähmlich eine solche Pille, drückt undstößt sie klein, nimmt i Nößel warm gemachtes Bier (oder nochbesser, gebranntes Wasser), reibet das Pulver darinn herum,gießt es dem Pferde ein, reitet es warm, und bringt es als«denn wieder in den Stall. Ist der Stall kalt, so muß maudas Pferd mit einer Decke belegen, damit der Schweiß allmäh-lich abtrocknen könne.
Feicz-Älac.er, eine im Oberdeutschen übliche, im Hoch-Deutschen aber wenig bekannte Benennung großerBlattern oder Schwären am menschlichen Körper, be-sonders an dessen geheimen Theilen. S. Feig-warze.
Im i z ken Jahrhunderte kommt im Oberd. die gol-dene Ader unter dem Nahmen der Feigbiatrer vor.
Figürlich wird im Oberdeutschen auch der Ranuncu»Jus Ficaria Linn. wegen seiner Wirkung in dergleichenZufällen FeiZblakker genannt. Siehe Gcharbock.