Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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43° Feig -Warze. Feig -Bohne.

Feig-Bohne (*), eine mehr oberdeutsche Benennung ei«ner Urt großer Bohnen, Lupine Um. besonders der«jenigeN, welche weiße Blumen tragen, und auf demFelde als ein Futter für das Viel) gebauet werden, da«her sie auch Feldbohnen und Saubohnen heißen; Eu-pinus 3lbu8 Linn. Die Feigbohnen Mlk gelber undblauerBlükhe hingegen sind eßbar, werden in den Mär«ten gebauet, und in Obersachsen gleichfalls Sauboh-nen, imgleichen große Bohnen genannt. Beyde Ar«ten sind aus Italien zu uns gekommen. Siehe Th. VI,S- iZ2, fgg.

Fritz r Warze, L. Ficsno, Ficosis, Ficosius tumvr, Emi-nentia ficosa, Fr. Fic, eine größtentbeils oberdeutsche

. Benennung aller größer» fehlerhaften Erhöhungen auf: der Haut, sie mögen weich oder hart seyn, an den Fin«gern und Zehen.

Ich gedenke hier nur insonderheit der Feigrvarzenan den Füßen der Pferde, Fr. Crapaud. Es sinddieselben eine Art von wilden speckähnlrchen Fleische, wel«ches sich unter der Sohle der Vorderfüße erzeuget, einenÜbeln Geruch von sich gibt, und das Pferd etwas hinkenmacht. Sie geben nach und nach Fäden oder Zwergevon sich, welche nach den Seitenwänden des Hornesünd nach dem kleinen Beine zu gehen, und sich daselbstfestsetzen; die Feigwarzen selbst breiten sich immer weiterund weiter aus, ziehen sich in die Ferse und bi« in dieKrone, ja sie umgeben endlich den ganzen Fuß, undsind alsdenu nicht mehr zu heilen. An den Hinterfüßen

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C) Frisch glaubt, daß Feig hier so viel als feige, unbrauchbarbedeute, weil diese Bohnen, besonders die wcnien, für Meir-iche» nicht eßbar sind. Andere leiten die Benemiliiig vo» derGleichheit mit den Feige» her. Allein, da man das Wasser,worinn dergleichen Bohnen gekocht werden, schon lange alSem bewahrte« Mittel wider die Feig.- und andern Warzen ge-hauen hat, so siehet es dahin, ob nicht dieses zu ihrer Be-riemiung Anlaß gegeben hat; ob gleich auch ihre Größe undrunde Gestalt dävcy in Betrachtung kommen kann.