Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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433
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Feig-Warzen-Kraut. Feige. 433

In engerer und auch im Hochdeutschen üblichenBe-deutunq, werden besonders die größern Erhöhungen andem Hintern, und die venerischen Beulen dieser Art anden Geburtökheilen, Lunä^Iomara, mit dem NahmenFeigwarzen beleget, welche, so lange sie den Blatternin der Gestalt gleichen, auch Feigblartern heißen.

Von den Feigwarzen, ober rochen entzündetenKnoten am Ende des Mastdarmes, welche bey der blin-den goldenen Ader sich einzufinden pflegen, und auch un-ter dem Nahmen der Mastkörner und Jacken bekanntsind, f. den Art Hämorrhoiden.

Feig-Warzen-Rrauc. i. Großes Feigwarzen-Lraut oder Feigwarzenwurz, Scrophul'aria Linn.siehe Braunwurz.

2. Obeliäon'lUM Linn» siehe Schöllkraut,g. Ranunculus Ficaria Linn. siehe Scharbock.

Alle diese Pflanzen haben ihren Nahmen ihrer Wirk-ung wider die Feigwarzen zu verdanken.

Feig-würz, eine in einigen Gegenden übliche Benenn-ung der Tormemili, gleichfalls wegen ihres Nutzenswider die Feigwarzen. Siehe Tormencill.

Feige, im Oberdeutschen feig, eigentlich, mürbe, weich,von welchem Worre es nur in der Aussprache undSchreibart verschieden ist. In dieser größteutheils ver-alteten Bedeutung ist es nur noch in dem Bergbaueüblich, wo das Gestein feige wird, wem» es mürbe,locker, wird, so daß es sich ablösen will. Eben daselbstwerdet» die Schachte und Stollen feige, wenn dasHolzwerk faul wird. ,

Feige (*), die fleischige Frucht deS Feigenbaums, unddieser Baum selbst, welcher zu den Pflanzen mit ver-mengten

C) Der Nahme dieser Frucht und ihres Baumes ist mit der Sacheselbst aus entfernte» Gegenden yi uns gekommen. Im Lat.lautet er Ficus, im Ital. F,c», ,m Franz. Firne , im Span.Higua, im Lngl. Fig, im Nievcrs. Ficze, im Dän. Age, l»tSchwed. Fikvn, im Sclaven. und Wind. Fix, und Fist, und .

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