Feil-Nagel. Feile. 479
einer beweglichen Kugel von Messing, welche Versetz«Rugel, heißt. Die Kugel bewegt sich in einem Rin-ge , und man schraub« sie vermittelst ihres Zapfensoder Stachels an den Werktisch fest. In diesen Feil»Kolben klemmt man Ringe ein, welche man besessenwill, um dieses Werkzeug zugleich mit derKugel (Nuß),wohin man will, umdrehen zu können. Man brauchtDieses Instrument bey großen Sachen, Steine einzu-sehen. Siehe Fig. 619.
Feil-r 7 !agel, bey den Zinngießern, ein eichenes Brettauf der Bank, an welches man die Arbeit, welche be-feilet, becaspelt oder beschabet werden soll, anlehnet.
Feil-Späne, Feil-Staub, Feilicht, in einigen ge-meinen Mundarten auch das Feilst!, im Hannöv.Dust, L. Limatura, Scobs , gr. Limaille, dasjenige,was vermittelst der Feile von allerhand Metall abgenom-mcn wird. Es ist solches in Gestalt eines Pulvers vo»unterschiedlicher Zartheit, so, daß die kleinsten Parti-keln, wenn man sie durch ein Vergrößerungsglas be-trachtet , wie zart zusammengelaufene Hobrlfpäne an-zusehen sind. Es ist dasselbe theils Krätze, und wirdtheile eingeschmolzen, theile aber auch zu allerhand Ar-beiten, z. B. zum Polieren, imgleichen zur Arzeney,wie z. E. das Eisen - und Stahl - Feilicht, gebraucht.
Vorn Listnfeilstaub, siehe Th. X, S. 682, f.
Feile (*), 2. Lima, Scobina, Fr. Linie, ein auf derOberfläche mit Einschnitten versehenes Werkzeug vongehärtetem Stahl, um damit anvcre harre Materien,als: Metall, Stein, Holz, Bein oder Horn, durchReiben zu bearbeiten, und von ihren Flächen oder Ek-ken etwas hinweg, oder aus ihrer Dicke etwas heraus,
oder
C) Dieses Wort lautet in den monseeischen Glossen Fila, in de»florenkinischen Glossen %ila, in einige» gemeinen Mundar«ten »och jetzt tfigii, im Nicdcrs. Holland, und Däu. Fiilr,im Angcls. Fevi. im Engt- File, im Schweb. Fil, imThiel, im Walljs. Lliefc