486 Feilen
steyermärkifthe nimmt nicht in. allen Stellen eine gleicheHarte an. An andern Gegenden schmieden sie auch dieFeilen-aus dem solinger Stahl.
Zur Verfertigung einer Zeile, gehört i) daSSchweißen und Schmieden derselben. Hierbey mußder Keiienhauer vorzüglich darauf Acht haben, obsein Stahl eine starke oder schwache Hitze verlangt; !denn die mehresten Feilen werden ganz aus <ykahl ge« !schmiedet. Es ist eine durch die Erfahrung bestätigte |Bemerkung, daß die Feilen weit dauerhafter sind,, wennsie aus mehrern Stücken zusammengeschweißt werden,als wenn man sie aus einermScücke schmiedet. Ebenso vortheilhafi ist es auch,, wenn der Feilenhauer dasStück Stahl, woraus er eine Feile schmieden will, ei«rüge mahl umschlägt und wieder zusammenschweißt. !Aus dieser Ursache schmiedet er die starken Armfeilen auS j9 Stücken, die in z Schichten nach der Lange übereinander liegen, zusammen, und in diesem einzigenFalle ist das mitreiste Stück in dfr mittelsten Lage vpn ^
Elfen. ^ Nur kleine Feilen werden aus einem Stücke go« i
schmiedet, und man nimmt hierzu bloß Stahl. Die !viereckigen, stachen und ruyden Feilen erhalten unterdem Hammer ihre völlige Gestalt; hingegen die drey«kantigen, halbrunden und ovalen werden noch weißglü»hend in den Einschnitten eines Gesenkes geebnet. Die !geschmiedete Feile wird bey der Este rothwarm ubgefei« |ler, und hernach geglühet. Alles dieses hat der Feilen» !Hauer groptenkheiis mit den übrigen Metallarbeiterngemein, allein er unterscheidet sich völlig von ihnen 2)durch das Hauen der Feilen. >
Die Hiebe gibt m P' vftffiouist der Feile mit einem Meist Isel. Die ebenen Flächen der Feilen werden mit einem Meistsel gehauen, dessen Schneide gerade lauft, und breiter ist, >als der obere Griff. Siehe Fig. 626. Bey runden Fläche» |bedwnt er sich zuweilen eines Meissels, dessen Schneide wie ein >
halber Mond zurückgezogen ist, Fjg.,627. Nach der Stärke I
des Hiebes einer Feile wählt er in beyden Fällen einen kleine»