Feile. 487
«dkr ßrofcti. Meissel. Alle diese Meissel verfertiget sich derFcikenhauer selbst auf dem besten Stahl. Beym Hauen liegtdie Feile auf der ebnen Bahn eines Hauambosies, Fig.628,welcher länglich viereckig, und etwa 10 Soll lang, halb sobreit und so hoch ist, und gegen die Seitewo der Arbeiterfitzt, etwas geneigt ist. Die Meissel werden mit einem Hand»Hammer von verschiedener Größe getrieben. Der größte wiegt14, der kleinste £ Pfund. Sie haben nur eine einzige Bahn,und der Hammer sowohl, als der Stiel, ist etwas gekrümmt.Die Feile selbst ruhet beym Hauen aus dem Amboß, die An«gel aber wird in ein hölzernes rundes und ausgehöhltes, a«beyden Enden mit einem eisernen Ringe umgebenes Heft, webches auf dem Knie des Arbeiters lieget, und der Feilenhatttvgenannt wird, Lig. 629 , gesteckt.
Das Wichtigste bey dieser Profession ist 3) das Här-ten der Feile nach dem Hauen.
Es kann dieses aus eine doppelte Art geschehen, r) Manläßt Ochfenklaucn so lange in einem Bäckerosen brennen, bitsie völlig braun find, und zerstößt sie alsdenn in einem kleinenhölzernen Mörser, mit einer hölzernen Keule. Unter 2 Theiledieses Pulvers wird r -Theil gemeines Äüchensalz, und nachGutdünken ettvasajMoßenes Glas gemischct. Dieses Pulverstellet man in einem Gefäß auf die Schmiedecsse, spannet riueoder auch mehrere Feiles in eine Schmiedezange, und läßt siein der Esse braunwarm werden, daß man kaum die Glukh br«merkt. Alsdenn bestreuet man die Feile aus allen Seiten mitdiesem Pulver, so lange./ 'als'die rrhitzie Feile noch das Pul«der anzündet, und noch,Funken abspringen. Man hält dieFeile.über die glühenden Kohlen der Esse, damit daS Pulvervöllig zu brennen anlange, streuet' noch.einige mahl Pulver auf,so lange noch ein Brand erfolgt, und brennt es gleichfalls überden Kahlen ab. Will die Feile nicht mehr das Pulver anzün«den, so steckt man sie in recht kaltes Wasser. Man fährt zuerstmit der Spitze der Feile langsam in das Wasser, taucht sieeben so langsam nach und nach ein, und läßt sie endlich völligin das Wasser fallen. Wenn. sie hierinn einige Augenblicke ge«legen hat, nimmt man siewieder heraus; und wenn das Pul«vcr die Feile an allen Stillen wie eine Rinde umgibt, so istdieses ein Zeichen, dgß die Feile gut gehärtet ist. Ist hinge«Segen in dem Wasser hin und wieder etwas von dem Pulversbgespruugen, 'so hat-die Feile noch lyeiche Stelle», .und,muß
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