Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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488 Feile.

? sn neuem gehärtet werden. So bald sie aus dem Wasserommt i bürstet man sie mit einer scharfe» Bürste ab, undstimmt hierdurch die Rinde weg, setzt sie einige Angenblickr ge«gen das Feuer der Esse, damit sie trockne, und recket sie end«lich mit einem leinenen T"che sorgfältig ab, damit keine Nässezurück blecke und Rost verursache. Aller dieser Sorgfalt umgeachtet wird die Feile doch rostig, wenn man sie nicht nachdem Härten mit Baumöhl bestrcichet Diese Art zu härtengibt der Feile nicht nur Dichtigkeit, sondern nimmt auch denZunder oder dir Schwärze ab.

S) Noch eine bessere Härte sollen die Feilen auf folgendeArt erhalten. Man mischt zu yvrgedachtcm Pulver nvch zer«stoßene EyerschalkN,«nd feuchtet es mitHäringslake an, schüttetdiese Mischung in einen Kasten von Eisenblech, steckt die Feilenin das Pulver, verschließt den Kasten mit einem Deckel, undversterbet ihn mit Lehm. Der Kasten wird so lange in dasFeuer der Esse gesetzt, bis die Feilen vermuthlich rothwürn»sind. Zuletzt stecket man den Kasten mit den Feilen langsamin kaltes Wasser; svdenn werden die Feilen herausgenommen,und auf die beschriebene Art gereiniget- Kunstverständige wobjrn versichern, daß recht kaltes Huellwasser eben die Dienstethun würde; und ähnliche Fälle machen es wahrscheinlich.

Von der Verfertigung der englischen Feilen, werde wen1er unten handeln-

Wenn die Feilen fertig sind, werden sie Dutzend«und Bund-weise, oder auch einzeln, sowohl von denEisenhänbsern und Krämern, welche damit handeln,als auch von den Feilenhanern selbst, die solche verfer«tigen, verkauft und versandt. Obgleich in Deutschlandhin und wieder gute Feilen verfertiget werden, so wer«den doch insonderheit die, welche von Nürnberg koM«wen, unter allen am höchsten, und für die besten ge«ochcet, und insgemein Packet? weife, und, nachfchaffenheit ihrer Größe, von I bis zu 3, 6 und 12,jn einem Packere versandt, und theils nach demWichte, theils auch, nach dem sie gröber oder feinersind, theurer oder wohlfeiler verkauft.

Diejenigen, welche die verschiedenen Sorten vo«Feilen verfertigen, werden Zeilenhauer, L. Jneiso*

Jim**