Feile. 499
In Dresden ist, nach Ächmieders churjachf. Po«lizeyverfaffung, S. 595, denFeileuhauern imJ. 1764folgende Taxe vorgeschrieben worden:
Rthlr. Gr.
Für eine flache Feile » - > - — z
bis 2 —
— — dreyeckige, halb runde, auch vier-eckige Feile ..... — 1
bis — 10
Die Taxe für Verfertigung der Raspeln, flehe un-ter Raspel.
Hni. H- K- R. Bergius neues ivoliceyr und Cameral-Maga-zin, »Band, S- u°/ fflS-
^Zallens werkstace der heurige» Liinste, ; Band, S-;6,fgg.Sprengels «Zandwerkc undRiinste, <»reSamml. S-160/fgg.weigels Abbild, der gcincinmnzl. ^auprstände rc. Regens-.,698, 4- ©■ fgg.
Bey dem feilen der Metalle, folget man fast ebendenselben Regeln, welche der Tischler bey Bearbeitungdes Holmes beobachtet. Man befcilet eine der breitestenFlächen; man ebenet hierauf die eine Kante, indemman einer mir dem Lineale gezogenen Linie folget. „ Ander gegenüber stehenden Kante ziehet mau mit demStreichmaße, oder einem ähnlichen Werkzeuge, eineParallel-Linie, bestimmet die beyden andern Stücke mitdem Winkelmaße, ordnet die Dicke des Stückes vermit-telst zween Striche des Streichmaßes auf den Kanten,und folget ihnen in Bearbeitung der lehren Fläche. Aufsolche Art verfährt man bey denjenigen Glücken, welcheviereckig gefettet werden. Diejenigen, welche ausge-schweifet werden sollen, werden ausgleiche Art zuberei-tet, damit man die Gestalt, die sie bekommen sollen,desto genauer vorzeichnen könne. Alle Striche machetman mit dem Zirkel, dem Streich- und dem Winkel-Maße. Allein, da dasjenige, was man von MecallMacher, gemeiniglich kleiner ist, als das was man ausHol; verfertiget, so müssen diese Werkzeuge hier auchfeiner und zarter seyn, als der Tischler sie hat. Manmachet sie also aus Eisen oder Stahl. ' Der Zirkel mußI i 2 vor-