5s30 Feld-Schade.
mensthlicher Gewalt sind, in Sicherheit zu setzen suchen,bey denjenigen Beschädigungen aber, welche von höhe«»er Hand kommen, und von Menschen wenig oder garnicht verhütet werden können, durch Unterstützungenwieder aufhelfen. Wird hier der Landmann sowohlMit dem nöthigen Unterricht, als auch Schutz und Un«terstühung, von der Polizey verlaßen, so wird, nach«dem ihm solche Schäden oft und viel zugefüget werden,«nd nachdem sie groß und wichtig sind, seine Nahrungimmer mehr gefthwächct; und weil er sich hülflos undverlaßen siehet, so wird er verdrießlich und murhlos, ar»beitet ohne Lust, und ohne Eifer und Fleiß, und kommtendlich ganz und gar in Verfall und Abnahme seinerNahrung.
Die Schäden können den Feldfrüchten zugefügetwerden, theils von wilden vierfüßigen und geflügelten,theils von zahmen, ebenfalls vierfüßigen und geflügel-ten, Thieren; theils von Infecten, und zwar entwedervon den gewöhnlichen, oder von denen, diezudengro-• ßen Heeren, welche der Schöpfer aus bewegenden Ur-sachen zuweilen zur Züchtigung der Menschen brauchet,gehören; und theils von Menschen durch Fahren, Rei-ten, Gehen, Stehlen u. s. w. endlich aber von der schäd-lichen Witterung und Unglücksfäilen, als: Hagel - undWetterschlag, Mißwachs, Ueberfchwemmung, Krieges-Unruhen rc.
Was die Schäden von wilden vierfüßigen und
B eflügelten Thieren betrifft: so werde in dem Art.
jagd-Tameralwesen Gelegenheit haben, zu zeigen,wie »achtheilig es für den armen Unterthan ist, wennRegenten, die von der Jagblust zu sehr eingenommensind, einen allzu großen Wildstanv unterhalten, undwie es einzurichten sey, daß die Iagdlust und die Land-Wirthschaft neben einander bestehen können. Durcheinen allzu großen Wildstand aber, und welcher bestän-dig unterhalten werden muß , gibt man nicht undeutlich
zu