Feld-Schade- 531
zu erkennen, daß man nicht willens sey, die Landwirth-schaff in Flor und Aufnahme zu bringen. Jr- Anieh.ung der kleinen wilden vierfüßigen, so wie der schädli-chen geflügelten wilden Thiere, und deren Ausrottung,pflegen sich die Anstalten der Postzcy hauptsäglick aufdie Hamster, Feldmäuse und Mavlwürse, imglnchenaus die Rrähen und Sperlinge, zu erstrecken, wie anseinem Orte ausführlicher zeigen werde.
Hierbei) merke ich überhaupt an, daß man bey schädlichenThieren, und ihrer Verminderung, allezeit auf die Haushal-tung der Natur sehen, und der Natur folgen müsse, indemMan sonst sehr weit den Zweck verfehlt, und sich nicht alleinschämen, sondern auch die Schuld bcymesscn muß, wenn man,als unwissend in denen Wissenschaften, die mu der Oekonomieaufs genaueste verbunden sind, gedandel! und sich dadurch Scha-den zugezogen hat. Vermindern muß man allerdings schädlicheThiere, aber flicht ganz ausrotten wolle»; sodcnn muß die Po-lizei) aus Mittel bedacht seyn, sie abzuhalten, daß sie nichtSchaden tdun, zu Anwendung dieser Mittel aber den kandmanaanweisen und antreiben.
Wuö den Schaden betrifft, den die -zahmen vier»füßigen Thiere den Aeldffüchten zufügen können: soist die Schuld davon eher den Menschen, als den Thie-ren selbst, beyzumessen, weil jene diese in ihrer Ktwalkhaben, und von alten schädlichen Unternehmungen billigabhalten sollten. Es gehört also derselbe mit zu denenSchäden, welche die Menschen anrichten, wovon wei»ter unten sprechen werde. Unter den zahmen geflü-gelten Thierei: aber. sind es die Feldtaubett allein,welche den Feldsrüchten schädlich werden können, wennsie »n allz» großer Menge u-terhalken werden. Wa-zu Abwendung des Schadens von denselveu, die Poli»Key zu verordnen habe, werde im Art. Taube beybrin-gen. Von dem übrigen Federvieh, als: Hühnern,Gänsen und welschen Hühnern, hat man keinen Scha-den z„ befürchten, indem ei trete von sich selbst lieber beyden Häusern bleiben, die andern aber nur bloß auf dieScopseläcker kommen.
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