Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
5
JPEG-Download
 

Glaube. Glauben. 5

in der vertraulichen Sprechark, fahren Sie fort, dasZU glauben. Wenn er nur den Glauben hat, auchNur in der vertrau!. Sprechark, wenn er dieses nurglaubet, oder sich einbildet. 2) In engerer Bedeut-ung, der Beyfall, den man einem Satze gibt, umdes Zeugnisses eines andern willen.

0 ») Eigentlich. Erner Sache Glauben bey-messen, geben, sie glauben. Einer Person Glau-beir beymessen oder geben, ihr glauben um ihres eige-nen Zeugnisses willen. Einer Sache oder PersonGlauben anstellen, für beymessen oder geben, ist inder edlen Schreibart veraltet. Das ist über allen Glau-ben, kann unmöglich geglaubet werden. Einer Per-son oder Sache allen Glauben versagen. Zuweilenauch die Eigenschaft, vermöge welcher matt jemandenum seines bloßen Zeugnisses willen Beyfall geben kaun,die Glaubwürdigkeit. Du hast allen Glauben beymir verloren.

(b) In einigen engern Bedeutungen; z.E. JttrHandel und Wandel, der Beyfall den man der Versich-erung eines andern, und im engsten Verstände, sei-ner versprochenen Bezahlung oder Verguiung, um fei-nes bloßen Zeugnisses willen gibt, der Credit. Ichhabe ihm die Waare auf Glauben gegeben. EinemGlauben geben, d. i. Credit. Angleichen auch hier. fubjective. Du hast keinen Glauben mehr bey mir,keinen Credit. Seinen Glauben retten, feinen Cre-dit. Siehe Credit.

Die theologischen Bedeutungen dieses Wortesübergehe ich.

2. Als ein.Concrettmr, dasjenige, was geglau-bt wird, der Gegenstand des Glaubens.

Glauben, etwas für wahr halten. 1. I« der weitesten^^eukung dieses Ausdruckes, ohne Beziehung aufdie Grunde, warum man etwas für wahr hält, im Ge-gensatze des Zweifels und der Verneinung. Einen!

A. 3 Gott