Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glauberisches Salz.

Gort glaube«, dem Säße, daß ein Gott sey, über-haupt Beyfall geben, ohne zu wissen warum. Ermuß daran glauben, sagt man im g. L. figürlich vonjemanden, der einer unvermeidlichen Sache nicht ent-gehen kann. Etwas für gewiß glauben, fest davonÜberzeugt seyn.

2. In engerer Bedeutung, mit verschiedenen Ne-benbegriffen und Einschränkungen; z.E. mit dem Ne-benbegriffe der wahrscheinlichen Gründe, für vermu-then. Ich glaub, er wird nicht kommen, oderich glaube nicht, daß er kommen wird. Er harresie, glaube ich, gestern gesehen, d. i. wie ich glaube,oder vermuthe. Am häufigsten, einem Satze um desZeugnisses eines andern willen Beyfall geben, zum Un-terschiede von dem wissen und der Ueberzeugung. Inengerer Bedeutung, im Handel und Wandel, einesZusagen glauben, und ihm um deswillen etwas an-vertrauen, in welcher Bedeutung es doch im Hoch-Deutschen ungewöhnlich ist. Einem Waaren glau-ben, d. i. auf Credit geben.

Glauberisches Salz, Glauben -Salz, Glauberi-sches Wunder - Salz. Das Salz, welches auf dieseWeise, nach dem Nahmen des berühmten Chemisten,Johann Rudolph Glauber, der es bekannt gemachthat, benannt worden ist, ist ein Mittelsalz, welches ausdem Vitriolsauren besteht, welches bis zur Sättigungmit dem mineralischen Alkali vereinigt worden.Glauber entdeckte dieses Salz, indem er das Kochsalzvermittelst deö Vitriolsauren aus ftinerMischung setzte,um durch die Destillation aus demselben das rauchendeSalzsäure zu erhalten. Die nach dieser Destillationübrig gebliebene Masse, gab ihm eine salinische, nichtkrystallisirte Materie, welche er in Wasser auslöset?,und woraus er durch daö Abrauchen und Erkälten, eindurchsichtiges Salz in sehr schönen Krystallen erhielt.Glauber, welcher die Schönheit und die Eigenschaften